Ausgabe 229

Wir müssen reden!

Tim Raue, Christian Rach, Birgit Reitbauer: Auf der NUTS Stage debattierten die Großen wie verrückt über die brennendsten Themen der Branche.

Fotos: Gerd Tschebular, Nancy Jesse / Nils Hasenau Fotografie

Die CHEFDAYS sind seit diesem Jahr um eine Bühne reicher: Auf der NUTS Stage wurde weder gekocht noch vorgetragen, sondern heiß diskutiert. Gastronomen, Unternehmer, Hoteliers, Experten und Produzenten – alle nahmen sie während der CHEFDAYS auf der neuen Bühne Platz und tauschten sich über genau jene Themen aus, die der Branche unter den Nägeln brennen. Wie viel Diskussionsbedarf in der Branche besteht, bewies die NUTS Stage eindringlich durch die unerwartet hohen Zuschauerzahlen. Wer dabei war, erinnert sich an die Menschenmengen, die oft sogar stehend an den Lippen der Diskussionsteilnehmer hingen. Die NUTS Stage bewies: Es gibt noch eine ganze Menge Nüsse in der Gastronomie, die es zu knacken gilt – und von jetzt an nur einen Ort, an dem die Branche das auch effizient und mit den Besten der Besten machen kann. Thematisch ging es ans Eingemachte: ob nun der Fachkräftemangel, Frauen in der Gastronomie, dieChancen von effizientem Waste-Management oder die Rolle der Vorreiter der deutschen Spitzenküche – es ging um die großen Themen bei den CHEFDAYS. Besonders erwähnenswert: die Fuck up Talks. Dort erzählten Branchen-Heroes wie Christian Rach, Alexander Herrmann, Stefan Marquard oder Bardia Torabi schonungslos über ihre größten Fehler, aber auch über das, was gleichzeitig ihren Erfolg ausmacht. Auch sprach Moderatorin Katharina Raue mit Querdenker Christian Rach, der die gesetzlichen Hürden für alle Gastronomen anprangerte und für einen langfristigen Masterplan in den kommenden zehn Jahren eintritt. Nur damit könnten die großen Herausforderungen des Nachwuchses in der Gastronomie gelöst werden. Ein weiteres Thema, das die Branche heutzutage immer mehr beschäftigt, ist das der Rolle der Frauen in der Gastronomie. Birgit Reitbauer vom Steirereck in Wien, Armie-Angélique Weinberger vom Hotel Sacher in Salzburg und Deutschlands jüngste Sterneköchin, Julia Komp gingen unter anderem der Frage nach, warum der Frauenanteil in der Spitzengastronomie verhältnismäßig gering ist und wie man das langfristig ändern kann.



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12.10.2018