Ausgabe 230

Auf ein Bier mit Lucki Maurer

Ludwig Maurer führt in Bayern einen Bauernhof inklusive Wagyu-Rinderzucht und der Eventwerkstatt STOI im ehemaligen Kuhstall, fährt aber eigentlich am liebsten Traktor zu ACDC-Musik.

Text: Sissy Rabl     Fotos: Claudio Martinuzzi

Lucki Maurer hat sich sein eigenes, kleines Reich erschaffen: Bauernhof, Viehzucht und Eventwerkstatt inklusive prominenter Verstärkung am Herd im Monatsrhythmus. Hier erzählt er, warum er dann schließlich doch keinen Swingerclub eröffnet hat.

Sie sind bekannt für Ihre authentische Art. Legen Sie da viel Wert darauf?
Lucki Maurer: Ich habe eine gute Kinderstube erfahren: Meine Mama hat immer gesagt „Sei so ehrlich wie es geht, dann tust du dir am leichtesten im Leben“. Wer lügt, muss ja entweder ein Riesendepp sein oder ein Genie. 

Wie sind Sie zu einer Eventwerkstatt am Bauernhof gekommen?
Maurer: Ich komme aus einer Gastro-Familie, meine Eltern hatten einen Hof und ein Wellness-Hotel. Es war immer klar, dass ich mal der Bauer und mein Bruder der Wirt sein wird. In den Ferien waren wir am Hof und ich mochte die Ruhe. Meinem Bruder war nach einem halben Tag schon fad. Er führt jetzt das Hotel und ich habe den Hof übernommen. 

Wie lief es am Anfang, als Sie den Hof übernommen haben?
Maurer: Wir brauchten Kohle. Als wir den Hof übernommen hatten, gab es noch keine Einnahmequelle und ich habe als ganz normaler Koch 1100 Euro netto verdient. Dann haben wir noch ein Haus gebaut und da hat sich der Tacho finanziell komplett nach links gedreht. Wir haben uns das einfach vorgestellt: Du lebst am Land und hast deinen eigenen Bauernhof. War aber ein Blödsinn. Wir mussten uns für 36 Hektar Land eine wirtschaftliche Lösung einfallen lassen. Wir haben jedes Szenario durchgespielt von der Biogas-Anlage über den Ponyhof, Swinger-Club, ein Puff, Tabakplantage, Marihuana anbauen etc.

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02.11.2018