Ausgabe 230

Le Marrakech: Die Familie Wellenkamp/Többen bringt Marokko nach Hamburg

Marokko Mitten in Hamburg: Im Le Marrakech speist man wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Und wem das Interieur gefällt, der kann vieles auch mit nach Hause nehmen.

Text: Andrea Böhm     Fotos: Claudio Martinuzzi

Es kommt einer Verwandlung gleich: Man ist in Hamburg, betritt durch eine Tür das Le Marrakech und findet sich inmitten der Medina, der „Perle des Südens“, wieder. Auch so kann man sich, ohne aufwendiges Kofferpacken und von A nach B zu fliegen, für ein paar Stunden wie in einem fernen, orientalischen Land fühlen. Sozusagen ein Mini-Urlaub und – ganz ehrlich: „Was gibt es Schöneres als Urlaub?“, wie auch Kristin Wellenkamp, eine von zwei Töchtern des Familienunternehmens, feststellt. 

Und sie findet auch noch weitere Pluspunkte: „Wir freuen uns, wenn die Hamburger ihre manchmal etwas steife Art vor der Tür lassen, hier drinnen mit uns aufgehen und einen ausgelassenen Abend haben.“ Die Familie, das sind Papa Hans Többen, Mama Kirsten Wellenkamp sowie die beiden Töchter Verena und Kristin Wellenkamp, hat mitten in Hamburg eine Oase geschaffen mit der Idee dahinter, Gäste den Alltagsstress einmal vergessen zu lassen, einzutauchen in eine ganz eigene Welt und wer möchte, kann sogar mit dem einen oder anderen Möbelstück, mit Fliesen oder Accessoires à la 1001 Nacht nach Hause gehen.

Kirsten und Verena Wellenkamp

Mama Kirsten und Tochter Verena Wellenkamp lieben ihr marokkanisches Ambiente und sind Gastgeber mit Leib und Seele.

Die Idee wird Wirklichkeit Begonnen hat alles mit Geschenken von Freunden und der daraus entstandenen Liebe zu diesem afrikanischen Land. Die beste Freundin von Kirsten heiratete einen Marokkaner und dieser brachte als Geschenk marokkanische Töpferware mit. Hans war von diesem Mitbringsel gar nicht angetan, dafür aber Bekannte und Freunde umso mehr. Was wiederum das Interesse von Hans weckte, wo denn diese Ware gefertigt würde und wie man denn damit Handel betreiben könne. 

So flog er zum ersten Mal nach Marokko, knüpfte die ersten Kontakte und importierte die ersten Waren. Dies führte zur Eröffnung von Le Marrakech im Jahr 1994. Doch auch wenn es märchenhaft klingt, der Weg dorthin war steinig und schwer. „Angefangen haben meine Eltern in einer Wäscherei in Winterhude“, erzählt Kristin. Das war auch die Zeit, wo am Ende des Tages Verluste geschrieben wurden, was jedoch die beiden Idealisten nicht entmutigte. Und recht hatten sie.

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02.11.2018