Ausgabe 230

The Standard Hotels: Das Leben als Spektakel

Die Standard Hotels sind zu einer der schillerndsten Hotelketten in den USA geworden. Wie keine andere verkörpert sie den tot geglaubten amerikanischen Traum – und rüttelt gehörig an Tabus.

Text: Lucas Palm     Fotos: Shutterstock, Joe Yates

Es gibt Firmennamen, die könnten nicht grauer und unauffälliger sein. The Standard zum Beispiel. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um eine Hotelkette handelt, denn: Wer möchte im Urlaub oder auf Geschäftsreise schon demonstrativ standard wohnen? Tja, viele. Zumindest, wenn man Standard mit großem S schreibt. Genau darin liegt der Geniestreich des Hoteliers und Unternehmers André Balazs. Im wörtlichen Sinne hat er mit beneidenswertem unternehmerischem Geschick dafür gesorgt, dass The Standard Hotels sich einen Namen gemacht haben. Und zwar nicht irgend einen, sondern einen, der – so grau und unauffällig er auf den ersten Blick auch scheinen mag – etwas ausstrahlt, das so ziemlich das Gegenteil ist: Jugendlichkeit, ausschweifende Freiheit, Affinität zum Künstlertum, Exhibitionismus. Ja, Exhibitionismus. Aber dazu später.



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02.11.2018