Ausgabe 233

Hanni Rützlers Foodreport 2019: Wie entstehen Foodtrends?

Pflanzen als Superstars und Fleisch mit Storytelling: Wie Foodtrends entstehen und was sie über uns verraten.

Text: Lucas Palm     Fotos: Monika Reiter

Jahresanfänge warten verlässlich mit einem vermeintlichen Foodtrend nach dem anderen auf. Von Käsetee über THC-Food wird regelmäßig von irgendwem irgendwo irgendwas als die neue kulinarische Heilsbotschaft angepriesen – um nach kurzer Zeit wieder in der ewigen Versenkung zu verschwinden. Foodtrends können also gehörig nerven.

Dabei gehören sie zu den interessantesten und aufschlussreichsten Phänomenen, die nicht nur, aber auch in der Branche der Gastronomie analysiert werden können. Nur: Man muss es eben richtig machen. Das heißt: weg vom boulevardesken Blick in die Glaskugel, hin zum ernsten Hinter- und Befragen, wie und warum sich Ernährungsgewohnheiten von Menschen in welche Richtung verändern.

Der Zufall will es, dass ausgerechnet der deutschsprachige Raum über eine Koryphäe der wissenschaftlichen Auseinandersetzung von Foodtrends verfügt: Hanni Rützler. Die Foodtrenforscherin ist zweifelsohne eine der angesehensten ihres Faches. Als Gründerin des futurefoodstudio in Wien ist sie auch Autorin des jährlich erscheinenden Foodreports, der vom Zukunftsinstitut herausgegeben wird. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Rützler nicht zuletzt durch ihre öffentliche Verkostung eines aus Stammzellen geklonten Burgers – als erster Mensch überhaupt, versteht sich.

Doch wir preschen bei diesem zukunftsträchtigen Thema bezeichnenderweise etwas überschnell vor. Denn um zu verstehen, wie Foodtrends entstehen, muss zuallererst einmal die Frage beantwortet werden, was ein Foodtrend genau ist.



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15.02.2019