Ausgabe 234

Legenden: Carlo Wolf

Multiunternehmer und Bonvivant, wie er im Buche steht – das ist Carlo Wolf. Wie der Wahlösterreicher vom Sternekoch zum gefeierten Produkte-Dealer wurde.

Text: Martina Grießbacher     Fotos: Manfred Klimek, beigestellt

Nur das Beste ist gut genug. Und manchmal nicht einmal das. So oder so ähnlich hätte wohl Karl-Heinz, besser bekannt als Carlo, Wolfs Antwort gelautet, wenn man ihn nach seinem Lebensmotto gefragt hätte. Dieser Leitsatz hat ihn seine ganze Karriere hindurch begleitet und geprägt, sowohl als Sternekoch als auch als Händler für hochwertige Gourmetprodukte und Spitzenweine.

Geboren am 8. Oktober 1949 und aufgewachsen im deutschen Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen kam er als Sohn von Hoteliers schon früh in Berührung mit der Branche. Da das Verhältnis zu seinen Eltern eher schlecht als recht war, zog es den jungen Carlo Wolf relativ schnell in die weite Welt hinaus. Zuerst ging es für ihn nach Bad Reichenhall, wo er die Hotelfachschule absolvierte. Seine Lehr- und Wanderjahre führten Wolf anschließend nach Nizza, Zürich und London.

Das Chez Loup war erst der Anfang

„Er hat schon früh für sich selbst und seine Ausbildung gesorgt. Im Ausland hat er zudem eine ganz andere Art der Gastronomie kennengelernt, man darf ja nicht vergessen, dass Deutschland und auch Österreich zu dieser Zeit noch keine kulinarischen Hochburgen waren“, sagt Tochter Katharina Wolf rückblickend. Zurück in Deutschland scheiterte der Versuch, sich mit seinen Eltern im Familienbetrieb zu arrangieren, daher eröffnete Wolf im Jahr 1975 mit dem Chez Loup sein eigenes Restaurant in Bonn.

Mit viel unternehmerischem Gespür wurde Carlo Wolf zu dem Händler für Spitzenweine und hochwertige Lebensmittel par exellence.

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18.03.2019