Ausgabe 234, Karriere-Tipps

Mein größter Fehler: Fritz Keller

Auch die Großen der Branche machen nicht alles richtig. Hier erzählen sie von ihren Fehltritten und Rückschlägen. Diesmal der Gastronom, Winzer und Präsident des SC Freiburg: Fritz Keller.

Text: Laura Jung     Fotos: Fabian Fiechter

Fritz Keller ist einer der angesehendsten Winzer in Deutschland. Seit 1990 führt er zusammen mit seiner Frau Bettina das Familienweingut Franz Keller am Kaiserstuhl. Mit dem Schwarzen Adler und dem dazugehörigen Luxushotel managt er darüber hinaus jenes Restaurant in Deutschland, das bereits zum 50. Mal in Folge mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. 

Fritz Keller ist Gastronom, Winzer und Fußballfunktionär in einer Person.

Auch Sohn Friedrich arbeitet seit einigen Jahren im Weingut mit. Er absolvierte seine Winzer-Ausbildung in Deutschland, Frankreich und Südafrika. „Er ist noch radikaler als ich und das macht große Freude“, sagt der Vater über die Zusammenarbeit mit dem Sohn. „Wir verkosten alle Weine gemeinsam und meistens sind wir sogar einer Meinung.“ Vom Gault Millau wurden die beiden zum Winzer des Jahres 2019 ausgezeichnet.

„Obwohl wir sehr konservativ sind, ist eine Weiterentwicklung des Betriebes doch sehr wichtig – Evolution statt Revolution“, nennt der Vollblut-Unternehmer das Erfolgsrezept seiner Familie. Er gibt jedoch zu: „Meine schlimmste Eigenschaft ist die Ungeduld. Es macht mich wahnsinnig, wenn Dinge zu langsam gehen. Wir leben in einer Gesellschaft, die immer mehr Bürokratie bringt und sich immer weniger um das eigentliche Produkt und die wesentlichen Dinge kümmert. Das macht mich wahnsinnig!“



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18.03.2019