Ausgabe 235

ROLLING PIN Awards 2019: René Antrag

Seit zwölf jahren ist René Antrag Ausnahmesommelier in Heinz Reitbauers 2-Sterne-Tempel Steirereck in Wien. Wie der gebürtige Sachse zu den Inspiriertesten seines Fachs wurde, und warum er ein Leuchtturm für die zukünftige Sommelier-Generation wird.

Fotos: Raphael Gabauer, beigestellt

 

René Antrag wurde bei den ROLLING PIN Awards Österreich 2019 der Preis Sommelier des Jahres verliehen. 

Seit zwölf Jahren berät der gebürtige Sachse nun im Gourmettempel Steirereck die Gäste in ihrer Weinauswahl. Und das auf einem Level, das seinesgleichen sucht. Für seine bahnbrechenden Paarungen von den über 1300 edlen Tropfen mit Heinz Reitbauers unvergleichlicher Küche erhielt René Antrag bereits so angesehene Auszeichnungen wie Leader of the Year „Sommelier“ 2015, den Vines Award „Sommelerie“ 2017 und wurde 2019 vom Gault Millau zum Sommelier des Jahres geadelt.

Aufgewachsen ist der Sterne-Sommelier „im bodenständigen Osten“, wie er sagt, „mit viel Fußball und deutscher Genauigkeit“. Der Nachfolger der Sommelier-Legende Adi Schmid, die 2007 bekanntlich in Pension ging, zog es bereits vor dem Steirereck nach Österreich, nämlich ins Tyrolhotel in Obsteig und ins Alpenresort Schwarz in Miemingen.

Was den 31-Jährigen unter anderem so auszeichnet, sind „sein untrügliches Gespür und seine Sensibilität“, so die Herausgeber des Gault Millau Österreichs, Martina und Karl Hohenlohe. Diese Eigenschaften machen ihn „zum perfekten Kuppler zwischen dem Wein und Heinz Reitbauers ideenreicher Küche“. Da ist es nur bezeichnend, dass Antrag auf die Frage nach seinem Lieblingswein abwinkt: „Es gibt keinen Lieblingswein! Und es gibt zu viele Terroirs, die sehr aussagekräftig und daher immer spannend sind für mich!“

Sterne-Sommelier

Der gebürtige Sachse René Antrag ist seit zwölf Jahren Ausnahmesommelier in Heinz Reitbauers 2-Sterne-Gourmet-Tempel Steirereck. Aufgewachsen „im bodenständigen Osten, mit viel Fußball und deutscher Genauigkeit“, trat das Wunderkind des Weines 2007 in die Fußstapfen von Sommelier-Legende Adi Schmid. Davor hatte es den sensiblen Weinkenner bereits nach Tirol ins Tyrolhotel Obsteig sowie ins Alpenresort Schwarz in Miemingen geführt. Für seine bahnbrechenden Paarungen der edelsten Tropfen mit Heinz Reitbauers unnachahmlicher Küche erhielt der Spitzensommelier bereits nahmhafte Auszeichnungen wie Leader of the Year „Sommelier“ 2015, den Vines Award „Sommelerie“ 2017 und wurde 2019 zudem vom Gault Millau als Sommelier des Jahres geadelt. Im Steirereck lässt sich Antrag von der Weitsicht der Familie Reitbauer inspirieren, aber auch von den Gästen, und hofft, die nächste Generation von Sommeliers für den Beruf begeistern zu können. 

Dienstleistung mit Stolz und Freude

Als bescheiden, ehrgeizig und ehrlich schätzt sich der Meister des Weines im Steirereck selbst ein, während er seine Arbeitsweise fast schon tiefstaplerisch als „leger, begeisterungsfähig, freundlich, humorvoll, respektvoll und teamfähig“ beschreibt. Doch Selbstbeschreibungen hin oder her – fest steht, dass René Antrag im Steirereck das ideale Umfeld gefunden hat, um sich selbst und all seine Skills zu entfalten. „Ich habe einfach super Chefs, ein super Team, es herrscht eine familiäre Atmosphäre“, schwärmt Antrag über seinen Arbeitsalltag im  14.-besten Restaurant der Welt. „Es gibt kein Stehenbleiben und immer Weiterentwicklung“, so der Weinbesessene.


René Antrag ist als Meister seines Fachs Fotoshootings gewöhnt – und präsentiert einige der 1300 edlen Flaschen aus dem Weinkeller des Steirerecks
Der 31-Jährige ist seit zwölf Jahren für die Weinbegleitung im Steirereck im Stadtpark verantwortlich und hat sich als Nachfolger von Adi Schmid einen Namen als einer der Besten seiner Zunft erarbeitet
René Antrag ist als Meister seines Fachs Fotoshootings gewöhnt – und präsentiert einige der 1300 edlen Flaschen aus dem Weinkeller des Steirerecks
Das Steirereck gehört mit zwei Michelin-Sternen und Platz 14 der World‘s 50 Best zu den absoluten Gourmet-Hot-Spots.

Der Leuchtturm

Doch Antrag wäre nicht der Spitzensommelier, der er ist, hätte er nicht diese unbändige Leidenschaft für die Branche, die es wohl für jeden erfolgreichen Sommelier braucht. „Ob Gäste oder Kollegen, das Schönste an unserer Branche sind die vielen spannenden Persönlichkeiten und die vielen Menschen, die einen inspirieren und beeindrucken.“ Was seine Zukunftspläne betrifft, werden Offenheit und Neugierde für Antrags Arbeit weiterhin einen hohen Stellenwert behalten. Eines seiner langfristigen Karriereziele besteht darin, „sich nie vor Neuem zu verschließen“, wie er als Erstes betont. Auch seine Vorbildfunktion will er weiterhin so ernst wie möglich nehmen: „Ich möchte die Dienstleistung mit Stolz und Freude vorleben“, so Antrag, „und damit auch junge Menschen dazu motivieren, in der Gastronomie anzukommen.“ Die kommende Generation aufstrebender Sommeliers kann also mehr als nur darauf anstoßen, in Zukunft auf einen solchen Leuchtturm seines Fachs bauen zu können.

Hier geht's zur Gewinner-Galerie. 

www.steirereck.at

15.04.2019