Ausgabe 236

PR Zotter: Schoko-Spürnase

In seine Bio-Schokolade kommt nur, was er selbst eingekauft und verarbeitet hat: Josef Zotter ist stets auf der Suche nach reinen, unverfälschten und besonderen Raritäten.

Fotos: Zotter Schokoladen

Auf der Suche nach der perfekten Kakaobohne begiebt sich Schokoladenmeister Josef Zotter immer wieder auf abenteuerliche Reisen zu den entlegendsten Kakaoanbaugebieten der Welt. So reiste er zusammen mit seiner Tochter Julia nach Lateinamerika, um besondere Raritäten aufzuspüren und direkt vor Ort bei den Kakaobauern einzukaufen. Ihre Reise führte sie in das ehemalige Inkareich am Pazifik, nach Peru. Das Land zählt weltweit zu den Topanbaugebieten für Bio-Kakao – nicht aufgrund der Menge, sondern wegen der besonderen Qualität. 

Nur die besten Kakaobohnen aus Lateinamerika haben das Potenzial, zu fairen Bio-Schokoladen von ZOTTER verarbeitet zu werden.

Dem Nativo auf der Spur

„Wir haben unsere Kakaobauern besucht, indigene Völker im Regenwald getroffen und sind in eines der berüchtigten Drogenanbaugebiete Perus gereist, um Edelkakao zu finden, den es kaum noch gibt“, berichtet Josef Zotter von seiner aufregenden Reise zur Kooperative von El Oro Verde, die mitten im Regenwald liegt.

Josef Zotter reist selbst in die Anbauländer, wie kürzlich nach Peru und Madagaskar, um die Ernte der Kakaobohnen zu begleiten.

Die Kleinbauern, die verstreut dort leben, gehören zu den Stämmen der Chankas und Awajún und bauen ihren Kakao nach alter indigener Tradition mitten im Regenwald an. „Die Bauern sind stolz auf ihre kulturelle Vielfalt und auch auf die Vielfalt der Kakaogärten. Denn die Biodiversität und das Miteinander der unterschiedlichen Pflanzen sind ganz wichtig für den Geschmack des Kakaos: Jede Pflanze wirkt auf ihre Weise und verleiht dem Kakao ein breites Aromenspektrum“, schildert der steirische Schokoladenexperte das umfassende Wissen der peruanischen Bauern.

Alle Produktionsschritte von der Bohne bis zur Schokolade laufen im Schokowerk in Riegersburg ab, um den größten Einfluss auf Geschmack und Bio-Qualität zu haben.

Die alten Sorten sind besonders aromareich

Die Kakaogärten liegen auf etwa 800 Metern, was für den Kakaoanbau außergewöhnlich hoch ist. Nativo heißt der einheimische peruanische Edelkakao, der dort wächst und von El Oro Verde kultiviert wird. Das Problem: Jeder Kakaobaum, der stirbt, wird von den Kleinbauern meist durch einen CCN-51-Klon ersetzt. Dieser bringt zwar einen höheren Ertrag, ist aber längst nicht so aromatisch wie die alte Sorte. Die ursprünglichen Nativo-Pflanzen werden dann häufig nicht mehr nachgepflanzt. Denn die Erzeuger werden pro Kilogramm Nasskakao bezahlt und die ertragreicheren Klone bringen einfach mehr Geld.

Vor Ort hilft Josef Zotter auch selbst mit.

„Die Bauern erzählen, dass sie gern ihren Nativo erhalten würden, aber es gibt eben nicht viele Zotters. Sie wissen, dass der Nativo-Kakao viel aromatischer und geschmacklich meilenweit besser ist“, beschreibt Zotter die Misere. Zudem seien viele Berater unterwegs, die ihnen einredeten, dass die Klone mehr Wohlstand brächten.

Nur zertifizierte Bio-Bohnen und Nüsse werden zu feinster Schokolade verarbeitet.

Zotter will Edelkakaosorten erhalten 

„Man hat richtig gemerkt, dass die Bauern sich freuen, dass auch mal jemand nach dem Geschmack und den alten Sorten fragt“, berichtet der Unternehmer. Er hat mit den Kakaobauern vereinbart, dass Oro Verde extra für Zotter selektionierten Nativo zu einem Preis liefert, der so attraktiv ist, dass sich die Ernte und das Laufen zu den einzelnen Bäumen lohnen. Denn Josef Zotter ist es ein Herzensanliegen, dass das Know-how der peruanischen Kakaobauern nicht verloren geht und „wir auch in Zukunft noch die alten Edelkakaosorten im Regenwald finden werden“.

www.zotter.at

13.05.2019