Ausgabe 237

Kochbox: Ready to Rumble

Typen, die Auffallen: Dirk Müller und Heiko Schulz von der Berliner Kochbox lassen es bei Cateringevents und in der Kochschule mit Tattoo­nadel, Betonmischer & Co richtig krachen.

Text: Alexandra Polič     Fotos: Kochbox

Geil. Das machen wir!“, sagt Dirk „Walde“ Müller vor zwölf Jahren zur Geschäftsidee von Heiko Schulz. Wann und wo genau sich die beiden kennengelernt haben, wissen sie heute schon gar nicht mehr. 30 Jahre muss das her sein, irgendwo in Berlin. „Wir hatten den gleichen Freundeskreis“, sagt Müller. „Beim Fußball“, sagt Schulz. Beide gelangen auf Umwegen – zurück – in die Gastronomie. Gebäude reinigen, Personen schützen, alles ist dabei. Beide gehen ins Ausland. Nach Jamaica, nach Brasilien, nach Uruguay. Und am Ende kommen sie doch wieder in Berlin zusammen.

2007 gründen die Berliner Dirk „Walde“ Müller und Heiko Schulz die Kochbox: Kochschule und Hauptquartier ihres Event-Caterings in Lokalunion.

„Wir waren viel unterwegs, wir können auf einem hohen Niveau kochen. Lass uns doch einfach alles, was wir kennen, zusammenschmeißen und in Berlin eine Kochschule aufmachen“, sagt Schulz 2007 zu Müller. „Da musste ich nicht lange überlegen“, erinnert sich sein Geschäftspartner. „Vielleicht hat er einen guten Tag gehabt“, kommentiert der Ideengeber und lacht. 

Auch wenn die Gastronomen auffallen, Tattoos auf ihren Körpern prangen, sie sich die Berliner Schnauze nicht verbiegen oder verbieten lassen: Der Laden läuft, die Kochbox – wie die Berliner ihre Kochschule und Event-Catering-Firma nennen – boomt. Heute schmeißen die Köche gemeinsam mit elf festen Angestellten Caterings für bis zu 4500 Personen. Die Szenerocker tätowieren Fleisch mit ihren Kochschülern, kochen auf Karussells und mit Betonmischern und begeistern ihre Kunden. „Wir haben einfach abgeliefert“, resümiert Schulz. So einfach war das aber nicht immer. 



HIER registrieren

06.06.2019