Ausgabe 238

Wilde Flossen

Die Fischerei Ausseerland macht sich mit ihrer Wildkultur gerne das Leben schwer. Denn jeder einzelne von jährlich Hunderttausenden Fischen ist ein direkter Wildfang-Nachkomme aus den Seen des steirischen Salzkammerguts.

Eiskaltes, kristallklares Gebirgswasser des Ausseerlands beherbergt die besten Saiblinge und Forellen Österreichs. Wo der Zimitzbach in den Grundlsee mündet, stehen die Bruthäuser der Fischerei Ausseerland. Seit Anfang 2018 pachtet das Unternehmen die Fischzucht der Österreichischen Bundesforste.

Tradition wird im Ausseerland gelebt statt künstlich hochgehalten. Das Feuer brennt durch Leidenschaft weiter, Zündstoff sind immer neue, zukunftsgerichtete Ideen

Von Wildfang bis Wildkultur

„Vom Ei bis zum fertigen Speisefisch machen wir alles selbst. Ergänzend ist von April bis Oktober echter Wildfang erhältlich“, erzählt Head of Sales Alexander Lang. Der Wildfang ist naturgegeben nur in begrenzter Menge verfügbar, sorgt jedoch Jahr für Jahr für die Nachkommenschaft in der Zucht. Die nachhaltige Wildkultur, die auf das Wissen und den Erfahrungsschatz von Generationen an Fischern im Salzkammergut zurückgreift, ist eine hervorragende, natürliche Alternative – heute noch eine Nische, morgen die Zukunft. Die Fischerei Ausseerland verbindet so Tradition mit Pioniergeist.

Eierdiebe mal anders

Alljährlich im November rudern die Fischer der Österreichischen Bundesforste ihre Plätte auf den Grundlsee und holen die Fische mit dem Zugnetz an Bord. Den laichreifen Mutterfischen wird schonend das Eimaterial entnommen, bevor sie wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Etwa 1.600.000 Eier jährlich werden auf diese aufwendige Art in der Fischerei erbrütet. Das ergibt etwa 100 Tonnen nachhaltig gezüchteten Fisch.

Entschleunigtes Wachstum

„Wir garantieren, dass unsere Speisefische mindestens zweieinhalb Jahre alt sind – in den meisten Fällen jedoch älter. Große Aquakulturen verkaufen ihre Fische dank warmem Wasser und Zusätzen häufig nach weniger als einem Jahr“, konstatiert Lang. Medikamente sucht man in den Fischgewässern des Ausseerlands vergeblich – das vier bis sieben Grad kalte, sauerstoffreiche Wasser macht dies überflüssig. Darüber hinaus sorgen die optimalen Lebensbedingungen im Quellwasser für festes Fleisch mit guter Struktur – und natürlich für guten Geschmack.

Steuermann am Steirischen Meer: Head of Sales der Fischerei Ausseerland, Alexander Lang.

Die Saiblinge und Forellen werden in der Fischerei Ausseerland in sämtlichen Arbeitsschritten von Hand verarbeitet und sind in allen Variationen erhältlich. Renommierte Gastrobetriebe quer durch Österreich, vom Haubenlokal bis hin zum einfachen Gasthaus, vertrauen auf die gelieferte Qualität – darunter Betriebe wie der Hangar-7, der Floh, das Restaurant Göttfried oder der Mühltalhof. Exportiert wird zum Beispiel zu Feinkost Käfer nach München, aber auch direkte Nachbarbetriebe von der Fischerhütte am Toplitzsee bis hin zum Restaurant Wassermann um Stefan Haas gehören zu den Abnehmern.

Kontakt

+43 664 889 880 54
alexander.lang@fischereiausseerland.at

www.fischereiausseerland.at

04.07.2019