Ausgabe 239, START Arbeitgeber im Portrait und Events & Awards

Thomas Bühner: Mein größter Fehler

Thomas Bühner leitete zwölf Jahre lang die kulinarischen Geschicke des Gourmettempels La vie in Osnabrück – und kochte dort von 2011 bis 2018 drei Sterne. Heute weiß der rastlose Perfektionist: Wer langfristig erfolgreich sein will, muss sich möglichst breit aufstellen.

Text: Lucas Palm     Fotos: Jan Vincent Kleine

Verhängnisvoller Optimierungsdrang?

Besser, besser, besser. So könnte man Thomas Bühners Lebensmotto auf den Punkt bringen. In einer der härtesten, ja fast schon wettbewerbswütigsten Branchen der Welt hat der deutsche Spitzenkoch alles erreicht, wovon andere seines Fachs nicht einmal zu träumen wagen. Seine Bilderbuchkarriere führte ihn in seinen Lehr- und Wanderjahren vom beschaulichen Paderborn unter anderem in Harald Wohlfahrts legendäre Schwarzwaldstube nach Baiersbronn, wo der damals 27-Jährige als Chef de Partie brillierte.

Der große Coup jedoch gelang ihm anschließend in Dortmund: Als Küchenchef führte er ab 1991 das Restaurant La Table, für das er 1996 den ersten Michelin-Stern und zwei Jahre darauf gleich den zweiten holte. „Der Auslöser“, so Bühner, „von dort wegzugehen, war, als ich bemerkt habe, dass die Besitzer kein Interesse daran hatten, es besser machen zu wollen, das heißt: drei Sterne zu erreichen.“ Es war letzlich auch dieser rastlose Drang nach Perfektion, der sich für den Spitzenkoch so verhängnisvoll auswirken sollte. Seinen unbändigen Optimierungsdrang setzte der Kulinarik-Perfektionist daraufhin bekanntlich in Osnabrück um.

Thomas Bühner leitete zwölf Jahre lang die kulinarischen Geschicke des Gourmettempels La vie in Osnabrück – und kochte dort von 2011 bis 2018 drei Sterne. Heute weiß der rastlose Perfektionist: Wer langfristig erfolgreich sein will, muss sich möglichst breit aufstellen.

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02.08.2019