Ausgabe 025, Arbeiten im Ausland

Arbeiten in Malaysien

YTL ist eine der am stärksten wachsenden Hotelgruppen in Asien und bietet sensationelle Karriere - und Verdienstmöglichkeiten.


das Spa Village einer Hotelanlage in Malaysia YTL ist eine der am stärksten wachsenden Hotelgruppen in Asien und bietet sensationelle Karriee- und erdienstmöglichkeiten.
Nutzen Sie die Möglichkeiten von YTL Hotels als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere. Diese (noch) kleine Hotelkette, mit einem gewaltigen finanziellen Background, ist auf Expansionskurs und daher ständig auf der Suche nach qualifiziertem Personal aus Europa. Die Resorts in Malaysien sind vielfach ausgezeichnet und ein Tummelplatz des internationalen Jet-Set.

Das Pangkor Laut Resort mit seinem Spa Village ist das Flaggschiff der YTL Hotels & Properties in Malaysia zu der auch noch das Tanjong Jara Resort, das JWMarriott Kuala Lumpur, das Ritz-Carlton Kuala Lumpur, die Vistana Hotels in Kuala Lumpur, Penang und Kuantan, das Chedi Phuket sowie der legendäre Eastern & Orient Express gehören. Die vier Luxushotels von YTL (Pangkor Laut, Tanjong Jara, Ritz-Carlton, JW Marriott) haben in den letzten Jahren insgesamt 45 internationale Auszeichnungen erhalten.
"Ich war den Tränen nahe, als ich sah, wie wunderschön Gott dieses Paradies erschaffen hat", sagte Luciano Pavarotti 1994 bei der Eröffnung des Pangkor Laut Resorts auf der Privatinsel Pangkor Laut vor der Westküste der malaysischen Halbinsel. Das exklusive Resort bietet 148 Villen, die auf Stelzen im Meer, sanft an Hügelhängen im Regenwald, im tropischen Garten und direkt am Strand perfekt in die Landschaft hineinpassen. Zusätzlich bietet die ansonsten unberührte 120 Hektar große Insel neun völlig private und abgeschiedene "Marina Bay Estates" mit privatem Butler, Gärtner, Swimmingpool und Gärten. Diese Residenzen lassen den Lebensstil und die Atmosphäre Südostasiens aus lang vergangener Zeit wieder aufleben. Privatsphäre und Abgeschiedenheit sind Maßstab des Designs. Jedes Estate ist einzigartig und bietet individuelle und charakteristische Pavillons in verschiedenen Annäherungen malaysischer Architektur zum Wohnen, Essen, Ausruhen, Baden und Schlafen. Die Swimming Pools bilden das Zentrum und bieten eine wunderbare Aussicht von jedem Punkt der Residenz. Die Inneneinrichtungen sind wie beruhigende Enklaven, die die Sinne entspannen und sich erholen lassen. Jedes Detail ist durchdacht und voller stilvoller Eleganz und luxuriösem Komfort. Die Gäste haben gleichermaßen Zutritt zum Spa Village, der größten Wellness-Anlage in Südostasien. Die 1,6 Hektar große Anlage liegt an einer ruhigen Bucht zwischen Meer und Regenwald. 22 Villen, die im Stil eines traditionellen Pfahldorfes auf Stelzen im Wasser stehen, sind ausschließlich den Gästen des "Spa Village" vorbehalten, die hier die Anwendungen der asiatischen Heil- und Gesundheitsrituale in einer völlig neuen Dimension genießen.
Schon bei der Eröffnung vor 20 Jahren machte das Tanjong Jara Resort Schlagzeilen: Die im Stil der Sultanspaläste längst vergangener Zeiten gebaute Hotelanlage an der immer noch weitgehend unentdeckten Ostküste der malaysischen Halbinsel wurde mit dem renommierten "Aga Khan Preis für Hotel-Architektur" ausgezeichnet - ein Preis, der nur alle drei Jahre von einem internationalen Expertengremium an ein weltweit herausragendes Hotelprojekt nach architektonischen Kriterien vergeben wird. Heute steht das Resort als Synonym für Luxusurlaub - idyllisch zwischen Fischerdörfern am kilometerlangen Sandstrand gelegen. Die großzügige Anlage bietet Garantie für entspannende Ferien. Sie verfügt nur über 100 Zimmer, zwischen 55 und 88 Quadratmeter groß, jedes ausgeklügelt im Design mit wertvollen Edelhölzern und luxuriösen malaysischen Stoffen. Das Wellness-Center "Tanjong Club" verbindet traditionell-malaysische Entspannungs- und Regenerationsmethoden mit dem sinnlichen Vergnügen, sich verwöhnen zu lassen. "Sucimurni" heißt das malaysische Konzept für die Reinheit des Geistes, des Körpers und des Wohlbefindens.

Laurent Myter, Vice President Operations (Resorts), über YTL Hotels

Der gebürtige Franzose ist in Italien und der Schweiz aufgewachsen, absolvierte die Tourismusschule und arbeitete danach im Rezeptionsbereich in verschiedenen Hotels in der Schweiz. Die dreijährige Tätigkeit als Assistant Rooms Division Manager und Rooms Assistant Executive Manager in Saudi Arabien nutzte er als Sprungbrett nach Asien, wo er in Phuket seine erste General Manager-Position bekam. Dort lernte er auch die Owners von YTL kennen. Er leitete danach das Tanjong Jara und das Pangkor Laut Resort und ist seit zwei Jahren in Kuala Lumpur für Sales, Operations der Resorts und für neue Projekte verantwortlich. Laurent Myter ist verheiratet und hat eine siebenjährige Tochter.

Rolling Pin: Herr Myter, was macht YTL Hotels so besonders?

Laurent Myter: Die Besitzer von YTL sind als Owner fantastisch. Die Firma wurde vor 50 Jahren als Bauunternehmen gegründet. Der Unternehmensgründer hat fünf Söhne und zwei Töchter, die alle in verschiedenen Bereichen tätig sind. Aus dem ursprünglichen Bauunternehmen ist ein Multikonzern entstanden, der mit Strom, Real Estates, Hotels usw. geschätzte zwei Millionen US-Dollar Profit pro Tag macht. Nicht schlecht für ein Familienunternehmen, oder? Bei YTL Hotels wird es einem sehr leicht gemacht zu arbeiten, weil man direkten Kontakt zur Familie hat. So braucht es keiner großen Meetings, wenn man einen Vorschlag hat. Die Familie lässt einem viel Freiraum, aber natürlich müssen die Zahlen stimmen. Weiters ist die Company sehr menschlich, vor allem Expats gegenüber. Nur zum Beispiel, als ich in Tanjong Jara angefangen habe, war meine Tochter nicht einmal zwei Jahre alt. Ich habe zu meinem Boss gesagt, dass ich überall arbeite, aber wenn meine Tochter sechs Jahre alt ist, muss ich irgendwo sein, wo es eine internationale Schule gibt. Er sagte nur: "Kein Problem." Das war 1999. 2003 ruft er mich an und sagt: "Deine Tochter muss ja nächstes Jahr in die Schule, wann musst du in Kuala Lumpur sein?" Ohne irgendetwas schriftlich vereinbart zu haben, hat er es nicht vergessen und mich von sich aus angerufen, damit ich mit meiner Familie rechtzeitig in Kuala Lumpur bin. Ich kenne viele Kollegen bei anderen Ketten, die trotz langjähriger Tätigkeit bei Umsatzeinbussen (SARS) nach Hause geschickt worden sind. Grundsätzlich ist es in Asien für Ausländer nicht mehr so leicht zu arbeiten, weil die Konkurrenz extrem groß ist. Aber YTL ist immer noch ein Familienunternehmen und man wird auch so behandelt. Die "goldenen Zeiten" der 60er und 70er Jahre, wo der General Manager und der Chef die Könige waren, sind auch in Asien vorbei. Ich finde, das ist auch gut so, denn es wird alles ein bisschen menschlicher.

RP: Was verdient man als Kaderpersonal bei YTL?

LM: Das ist reine Verhandlungsbasis und kommt auf die Erfahrungen eines jeden Einzelnen an. Wir haben Leute, die haben mit 3500 bis 5000 US-Dollar angefangen. Natürlich netto, alle Spesen wie Unterkunft und Versicherungen - außer der Pensionsverssicherung - werden von der Company bezahlt. YTL kommt einem sehr entgegen, dafür muss man natürlich fair sein und die Interessen der Company vertreten. Hier besteht ein Unterschied zwischen einer Owner Company und einer Management Company. Das heißt bei uns, was ist für die Firma interessant, was können wir dort und da herausholen, wie steht die Firma da, wenn ich dies oder das mache? Man muss von einer Manager-Philosophie zu einer Owner-Philosophie übergehen und das heißt so zu handeln, als ob es das eigene Geld wäre. Bei einer Management-Firma hat man eher die Möglichkeit, die verschiedensten Dinge zu probieren und wenn es nicht klappt, versucht man eben etwas anderes. Bei Owner-Firmen muss man schon etwas vorsichtiger sein und deshalb liebe ich YTL, da muss ich Geld verdienen, profitabel sein und sicherstellen, dass es den Angestellten gut geht. Denn ohne die Angestellten ist man nichts, geht es ihnen gut, geht es auch mir gut.

RP: Wie sieht es mit den Verdienstmöglichkeiten z.B. für Commis aus?

LM: Bei uns fängt man mit 2000 bis 2500 US-Dollar an. Aber wer bereit ist zu lernen und sein Bestes gibt, kann sehr schnell auf 3500 bis 4000 US-Dollar kommen. Es gibt aber bei uns kein spezielles Schema, es kommt auf einen jeden selbst an. Wir brauchen gute Leute und wollen sie auch behalten. Das geht aber nur, wenn man ihnen eine interessante Arbeit gibt und auch dementsprechend dafür bezahlt. Wir haben hier einen lokalen Concierge, der macht seine Arbeit so gut, dass er das Doppelte verdient. Natürlich ist das Lohnniveau bei den Einheimischen nicht so hoch und so stellt die doppelte Bezahlung auch kein wesentliches Problem dar. Aber wie man sieht hat ein jeder die Chance, sehr schnell, sehr gut zu verdienen. Auch die in Asien obligatorischen 10 Prozent Service Charge werden nur an die Angestellten und nicht an das Kaderpersonal ausbezahlt. Ansonsten kann ein jeder sein Trinkgeld für sich selbst behalten, es gibt keine gemeinsame Kassa.

RP: Bieten Sie auch Weiterbildungsmöglichkeiten an?

LM: Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind bei uns nur intern, da wir keine internationale Hotelkette sind. Wir bieten aber Austauschprogramme für drei Monate z.B. mit dem Westminster Hotel in Paris oder mit Johann Lafer in Deutschland an. Sehr viel Wert legen wir auch auf "Staff-Satisfaction". Mit allen unseren 2200 Angestellten müssen die jeweiligen General Managers alle drei Monate ein Gespräch führen, um zu klären was gut oder nicht so gut ist und was jeder Einzelne braucht, um auf das nächste Level zu kommen. So können wir die Leute auch fördern. Wir brauchen aber immer noch gutes Personal aus Europa, um zu motivieren, neue Ideen einzubringen und das Know-how zu steigern. Europäer müssen sich aber bewusst sein, dass Asien eine totale Umstellung bedeutet. Man muss z.B. lernen, dass gewisse Nationalitäten (Ägypter und Marokkaner oder Inder und Pakistaner) nicht zusammen arbeiten können. Diese Mentalitäten sind zu akzeptieren und so sind Teams zu bilden, die nicht zur gleichen Zeit arbeiten und sich in die Quere kommen können. Ganz wichtig ist es auch, dass man nie den Star spielt und den Leuten zeigt, dass sie von einem etwas lernen können. Die Asiaten sind sehr lernfreudig und wissbegierig.

RP: An wen sollen sich Jobsuchende wenden?

LM: Ich bin sieben bis acht Mal pro Jahr in Europa und führe da die Interviews. Schriftliche Bewerbungen sollen vorher in englischer Sprache an unseren Vice President Human Resorces Francis Law per E-Mail: flaw(at)ytlhotels.com gesendet werden. Bei den Interviews haben wir keinen bestimmten Fragenkatalog, wir führen vielmehr eine Diskussion und da merkt man schon vom Gefühl her, ob es die oder der Richtige ist, um bei uns zu arbeiten. Wenn man jung ist, sollte man bei seiner ersten Auslandsstelle nicht unbedingt auf den Lohn schauen, sondern es als Sprungbrett für seine weitere Karriere betrachten. Und hier sind vor allem die Stelle und die Company wichtig.

RP: Wer ist bei YTL der typische Gast?

LM: Bei uns steigen vor allem Europäer und Japaner ab. Auch der Anteil an malaysischen Gästen an den Wochenenden ist nicht zu unterschätzen, denn der Lebensstandard in Malaysia ist sehr hoch und die Leute können sich die Zimmerpreise von 200 bis 300 US-Dollar leisten. In den Estates gehen die Preise bis zu 5000 Dollar pro Nacht. Bei uns steigen auch viele Promis ab, denn in unseren Resorts herrscht privacy total. So sieht man schon mal Michael Schumacher, wie er mit unseren Köchen gegen ein anderes Team Fußball spielt. Aber auch andere Piloten aus dem Form 1-Zirkus sind häufig bei uns zu Gast. Joan Collins feierte hier, ich weiß nicht genau ihren wievielten Honeymoon und auch Pavarotti ist regelmäßig zu Gast sowie viele andere. Ein ganz besonderes Klientel war der Club der Milliardäre, die die ganze Insel für sich buchten.

RP: Gibt es bei YTL Hotels Expansionspläne?

LM: Natürlich. Fix ist zurzeit ein Projekt in Phuket und weitere sind im Gespräch, aber darüber muss ich noch schweigen. YTL ist als Hotelkette noch sehr klein, aber die Firma ist finanziell sehr stark. So stand YTL mit der Royal Bank auf Scottland im Kampf um den Erwerb von Wessex Waters. YTL hat gewonnen und 1,2 Milliarden Pfund cash bezahlt. Im Daily Telegraph stand am nächsten Tag: "Who the hell is YTL?" Finanzierungen sind für uns also kein Problem, uns fehlen einfach die Leute und das Know-how. Wir können keine Hotelkette mit 20 Hotels kaufen, weil wir einfach zu wenig Manpower haben. Deshalb sind wir auch ständig auf der Suche nach gutem Personal.

Bewerbungen:
Schriftlich in englischer Sprache an Francis Law, Vice President Human Resources.
YTL Hotels & Properties
183 Jalan Bukit Bintang
59100 Kuala Lumpur
Malaysia
E-Mail: flaw(at)ytlhotels.com
www.ytlhotels.com

30.05.2005