Ausgabe 026, Arbeitgeber im Porträt

Arbeiten bei Le Méridien

Als eine der führenden Hotelketten der Welt wartet Le Méridien mit über 140 exquisiten Hotels und Resorts in 56 Ländern auf. Rolling Pin befragte dazu Gabriela Benz, GM des Le Méridien Wien und Österreichs „Hotelier des Jahres 2005“.


Le Méridien Hotel im MorgengrauenFranzösischen Charme und europäische Tradition: Das verheißt auch heute noch die Hotelkette Le Méridien, die im Jahre 1972 von der Fluglinie Air France gegründet wurde. Als erstes Haus wurde das Pariser Le Méridien Etoile mit 1.000 Zimmern eröffnet, aber schon zwei Jahre später umfasste die Kette zehn Hotels in Europa und Afrika. Innerhalb der ersten sechs Jahre nach der Gründung war die Zahl auf 21 Häuser gestiegen, darunter auf den Französischen Antillen, in Kanada, Südamerika, im Nahen Osten und auf Mauritius. Auch in der Folge entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter und erreichte 1991 eine Gesamtzahl von 58 Hotels und Resorts.
Von da an begannen allerdings stürmische Zeiten für das Vorzeigeunternehmen, das seine Eigentümer fortan im Eiltempo wechseln sollte: Im Jahre 1994 wurde Le Méridien in den britischen Hotelkonzern Forte eingegliedert, der wiederum 1996 von der ebenfalls britischen Granada Group plc übernommen wurde. Im April 2000 ging Le Méridien ein globales strategisches Bündnis mit der japanischen Kette Nikko Hotels International ein. Die 22 Hotels der Gruppe stärken die Präsenz der Gruppe in bedeutenden Märkten wie den Regionen Asien/Pazifik und Nordamerika.
Nachdem die Granada Group plc kurz darauf mit der internationalen Compass Group plc fusionierte, um aber bereits im Jahre 2001 wieder entfusioniert zu werden, ging aus der Neuordnung die Compass Group als Alleineignerin der Forte Hotel Group mit den drei Hotelketten Le Méridien, Heritage Hotels und Posthouse Hotels hervor. Im Mai 2001 kaufte die Gruppe Nomura International plc der Compass Group plc die Le Méridien Hotels & Resorts für 1,9 Milliarden Pfund ab und führte sie mit den Principal Hotels zusammen. Zu guter Letzt übernahm die Lehman Brothers Holdings im Dezember 2003 die vorrangige Bankfinanzierung von Le Méridien.
Seither haben sich die Wogen geglättet, und es ist Ruhe eingekehrt in diesem so erfolgreichen Unternehmen. Le Méridien ist heute eine weltweit operierende Hotelkette mit Sitz in London und wartet mit über 140 luxuriösen Hotels und Resorts in 56 Ländern auf allen Kontinenten, vor allem in den Metropolen und attraktivsten Regionen Europas, Amerikas, des asiatisch-pazifischen Raums, Afrikas und des Nahen Ostens auf. Durch das strategische Bündnis mit den Nikko Hotels stehen den Gästen 46 weitere Hotels in praktisch allen Teilen der Welt zur Verfügung.
Dass Le Méridien eine der besten Hotelketten der Welt ist, bezeugen nicht nur die vielen Stammgäste, sondern auch die zahllosen Auszeichnungen, welche die Gruppe Jahr für Jahr einheimst. Allein in den letzten Monaten wurde Le Méridien vom New Yorker „Luxury Brand Status Index“ unter die 15 besten Hotel- und Resort-Marken gewählt, auf der „Arabian Hotel Investment Conference“ als die Marke mit den besten Arbeitsbeziehungen zu den Hotelbesitzern der Region gekürt und der Internetauftritt www.lemeridien.com von den Lesern der italienischen Publikation „Jobs im Tourismus“ mit dem Silver Award ausgezeichnet.


Weiterbildung und Karriere
die Lobby des Le Meridien
Le Méridien beschäftigt in der Zentrale, in den fünf regionalen Büros und vor allem in seinen mehr als 140 Mitgliedsbetrieben an die 30.000 Mitarbeiter. So mannigfaltig die Standorte der Hotels und Resorts, so unterschiedlich die Nationalitäten und Kulturen der Mitarbeiter. Die Jobangebote reichen vom Management bis zur Hilfskraft, von der fixen Anstellung bis zur Saisontätigkeit. Mit der Marke Le Méridien ist auch eine ganze Reihe von Wertvorstellungen verbunden, welche die Hotelgäste schätzen und erwarten. Die Servicestandards verwöhnen selbst anspruchsvollste Gäste – und das ist eben nur mit guten Mitarbeitern möglich. Diese sollen dem Gast ein hochkarätiges Service bieten und dennoch menschliche Wärme ausstrahlen sowie die Kultur des jeweiligen Standortes widerspiegeln.
Daher ist es das Ziel, den Mitarbeitern eine familiäre Umgebung zu bieten, von der sie akzeptiert und respektiert werden und in der die Bedeutung jedes Einzelnen klar ist. Funktionierende Teamarbeit bedeutet bei Le Méridien nicht nur, dass die einzelnen Mitarbeiter aufeinander eingespielt sind, sondern auch, dass man einander mit Rat und Tat zur Seite steht und – wenn nötig – auch hilfreich unter die Arme greift. Stellensuchende können übrigens auf der Website http://jobs.lemeridien.com/search/index_search.asp nach freien Jobs Ausschau halten!
Natürlich wird dieser Einsatz auch entsprechend honoriert. Zum einen haben alle Mitarbeiter einmal jährlich die Möglichkeit, anonym eine Beurteilung ihres Arbeitspatzes abzugeben. Diese „Employee Satisfaction Survey“ ermöglicht es dem Management, die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Job einzuschätzen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen. Umgekehrt werden einmal jährlich die besten Mitarbeiter von der Geschäftsführung ausgezeichnet: Beim „International Employee of the Year“ werden die Besten der Besten für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Damit die Mitarbeiter langfristig Topleistungen erbringen können, ermöglicht man ihnen bei Le Méridien aber auch, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck wartet man mit einem entsprechenden Aus- und Weiterbildungsprogramm auf, das vom Erwerb an Zusatzkenntnissen für den jeweiligen Arbeitsplatz über Gesundheits- und Sicherheitstrainings bis hin zur Vorbereitung für Führungspositionen reicht.
In Zusammenarbeit mit der Cornell University in New York initiierte Le Méridien das „Professional Development Program“ zur Förderung von Mitarbeitern, die aus den Le Méridien Hotels sowie den weltweiten Regionalbüros vom Management ausgewählt werden und das Potenzial für zukünftige Führungsaufgaben haben. Das Training setzt sich aus zwei dreitägigen Themen-Modulen zusammen und wird zweimal jährlich in einem der Le Méridien Hotels durchgeführt. Geschult werden beispielsweise „Strategisches Management“, „Entwicklung und Anwendung innovativer und profitabler Marketing-Strategien“ und „Konzepte für die Hospitality-Branche“. Dozenten sind Dr. Stowe Shoemaker und Professor Dr. Cathy A. Enz. Die Module sind staatlich zugelassen und können zum Abschluss des weltweit anerkannten Zertifikats „Cornell SHA Professional Development Program“ genutzt werden. Gemäß Julia Howard, Le Méridiens Senior Vice President Human Resources, sei die Aus- und Weiterbildung auf Managementebene entscheidend für den Erfolg einer jeden Firma.


Das Le Méridien Wien

Eines der jüngsten Mitglieder der erfolgreichen Hotelkette ist das Le Méridien Wien, das direkt an der Ringstrasse liegt. Hier und in einigen anderen ausgewählten Le Meridien Hotels kommen die Gäste in den Genuss einer spektakulären Innovation des Hotelzimmerdesigns: des „Art + Tech Konzepts“, das Bahn brechenden Luxus für höchste Ansprüche bietet. Das Le Meridien Wien verfügt über 294 solcher Art +Tech Zimmer – 36 Juniorsuiten und Suiten zwischen 45 und 70 Quadratmeter sowie 258 Superior, Deluxe und Executive Zimmer zwischen 30 und 45 Quadratmeter – , die allesamt mit speziell entworfenen Betten aus dem Designerhaus Ligne Roset und 39 cm dicke Matratzen von Sealy, einem 107 cm Plasma-TV-Flachbildschirm sowie eine frei stehende Power-Dusche mit eingebauten Massagedüsen im Badezimmer aufwarten.
Das Restaurant „Shambala“ bietet Platz für 128 Gäste und serviert inmitten einer eindrucksvollen Architektur und innovativen Inneneinrichtung Exotisches, Frischgerichte und Naturkost der allerhöchsten Qualität. Die vom französischen Sterne-Koch Michel Rostang kreierte und von Küchenchef Christoph Brandstätter zelebrierte „Cuisine Mondiale“ zeichnet sich durch ihre kulinarische Freiheit und Raffinesse aus. Überraschende Gerichte, eine pulsierende Atmosphäre, das exzellente Service und viel Herzlichkeit lohnen den Besuch in diesem Restaurant.
Die Bar „Shambala“ ist nicht nur der gewagt gestylte Eingang zum Restaurant, sondern auch eine trendige Bühne für innovative Drinks und moderne Lounge-Musik, wo sich die Gäste nach einem anstrengenden Tag entspannen und unterhalten können. Und das sonnige Café Boulevard ist die moderne Version eines Wiener Kaffeehauses und damit nicht nur ein idealer Ort, um Snacks, Süßspeisen und Kaffees zu genießen, sondern auch um die Hektik der Großstadt zu vergessen.
Für Konferenzen, Tagungen und Seminare steht eine Fläche von 1.100 Quadratmetern zur Verfügung, die sich auf einen Ballraum samt großzügigem Foyer und sieben kleinere Räume aufteilen. Natürlich sind alle Konferenzräume mit modernster Technologie ausgestattet, sechs davon haben Tageslicht. Sehen lassen kann sich zu guter Letzt auch der Sport- und Freizeitbereich, der eine 420 Quadratmeter große Wellnessoase, ein Fitness Center, ein Schwimmbad, Whirlpool, Sauna, Dampfbad und Massage umfasst.
Geleitet wird das Le Mérdien Wien von General Manager Gabriela Benz. Die dynamische Hoteldirektorin kann auf eine ebenso erfolgreiche wie abwechslungsreiche Karriere in der internationalen Hotellerie zurückblicken und war bereits für die Voreröffnung des Designerhotels am Opernring verantwortlich. Mit Rolling Pin sprach die erst kürzlich zum „Hotelier des Jahres 2005“ gekürte Wienerin über Ihre Laufbahn, ihr Hotel und die Arbeit bei Le Méridien:

Gabriela Benz Leiterin des Le Meridien in Wien
RollingPin: Herzlichen Glückwunsch zum Titel „Hotelier des Jahres 2005“! Sie managen nun seit drei Jahren das Le Méridien Wien. Können Sie uns die wichtigsten Stationen Ihrer Karriere schildern?
Gabriela Benz: Aufgewachsen bin ich in Wien, wo ich die Handelakademie besuchte. Ich arbeitete schon in den Schulferien in Hotels und Pensionen. Nach der Matura nahm ich einen Ferialjob in der Schweiz an. Eigentlich hätte ich anschließend in Wien eine Stelle in der Buchhaltung eines großen Küchenherstellers antreten sollen, bin aber lieber in der Schweiz – und damit in der Hotellerie – geblieben, wo man mir ein Angebot machte. Ich fing als Rezeptionistin an, kam über den Service zur Position des Assistant Contoller, und mit 21 war ich bereits Financial Controller eines Fünf-Sterne-Hauses. Damit war meine Karriere im Bereich Finance auch vorgezeichnet. Von Arosa bin ich weiter nach Gstaad, wo ich Financial Controller bei Steigenberger war. Von dort ging es nach Lugano, wo eine luxuriöse Residence für den dritten Lebensabschnitt samt Hotel und Privatklinik eröffnet wurde. Das war auch meine erste Eröffnung, für die ich acht Monate lang Vorbereitungen traf. Drei Jahre später warb mich Steigenberger wieder an, für die ich dann als stellvertretende Hoteldirektorin auf den Kanaren tätig war. Dann ging ich nach Deutschland, wo ich heiratete und ein Jahr lang nicht arbeitete, was mir allerdings nicht bekam. Also ging ich nach Rom, wo ich die erste Stelle als Hoteldirektorin antrat. Die nächste Station war Prag, wo ich GM von drei Fünf-Sterne-Häusern war. Anschließend ging ich noch einmal auf die Kanarischen Inseln, wo ich ein 440-Zimmer-Resort leitete. Dann waren 25 Jahre um, und ich kam zurück nach Wien. Hier leitete ich zunächst die Hotels Europa und Astoria für das Verkehrsbüro, und ab 2001 arbeitete ich an der Voreröffnung des Le Méridien.

RP: In der Begründung für die Auszeichnung wurden vor allem Ihre Durchsetzungskraft, Ihre Innovationsfreudigkeit und Ihr Naheverhältnis zur Kunst bei der Gestaltung des Hotels genannt. Gibt es weitere Erfolgsgeheimnisse?
GB: Ich glaube, der Wille. Ich wollte Hoteldirektorin werden. Das war mir sehr bald klar, und ich arbeitete darauf hin. Trotz aller Schwierigkeiten habe ich durchgehalten und konsequent diesen Weg verfolgt. Natürlich kommt auch die Bereitschaft hinzu, hart zu arbeiten. Wenn Sie einen guten Pianisten fragen, woher sein Erfolg kommt, so wird er antworten: 10 Prozent Talent, 90 Prozent Fleiß. Auch in der Hotellerie geht mit einem Acht-Stunden-Tag nichts. Es können durchaus 14 Stunden werden, und es sind natürlich auch Wochenenden dabei.


RP: Sie sind eine rühmliche Ausnahme in einer nach wie vor von Männern dominierten Branche. Haben es Frauen noch immer schwerer, in der Hotellerie ganz nach oben zu kommen? Wenn ja, warum?
GB: Für Frauen ist es noch immer ein Thema, irgendwann eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Man kann das eine Zeit lang hinauszögern, irgendwann muss man sich aber entscheiden. Wenn die Frauen sich einmal für die Familie entschieden haben, so fällt der Wiedereinstieg ins Berufsleben schon sehr schwer. Hinzu kommt, dass man in der Hotellerie alle paar Jahre die Wirkungsstätte ändert. Trotz aller Emanzipation sind Frauen viel eher bereit, mit ihrem Mann regelmäßig umzuziehen, als Männer, wenn die Frau einen neuen Job antritt...

RP: Sie haben bereits Routine in der Leitung von Spitzenhotels. Was ist das Besondere am Le Méridien Wien?
GB: Das Besondere ist auf jeden Fall das Produkt in der Hardware, da es ein ganz tolles Designhotel ist. Ich habe bis jetzt noch nie in einem Designhotel gearbeitet, sondern eher in klassischen Betrieben. Man transmittiert hier etwas völlig Anderes als in einem klassischen Fünf-Sterne-Haus, einem „Plüschhotel“, wenn sie so wollen. Dort gibt es eine gewisse Atmosphäre, wo der Gast weiß, was ihn erwartet, und der Mitarbeiter weiß, wie er sich zu benehmen hat. Was wir hier haben, ist im Großteil Europas noch nicht vorhanden. Ebenso wie die Architektur ist auch das Personal anders: Wo sonst tragen die Mitarbeiter in einem Spitzenhotel Turnschuhe? Und wie würde man reagieren, wäre das in einem alt eingesessenen Haus der Fall? Ich könnte auch die Lohndiener der anderen Ringstraßenhotels hier nicht brauchen – sie würden nicht ins Gesamtkonzept passen.

RP: Wie viele Mitarbeiter hat das Le Méridien Wien?
GB: Im Hause sind es rund 160 Mitarbeiter. Der Reinigungsbereich ist allerdings outgesourced, das heißt zu den 160 Mitarbeitern kommen noch etwa 60 Reinigungskräfte hinzu.

RP: Welche Kriterien müssen Bewerber für einen Job im Le Méridien Wien erfüllen? Nach welchen Gesichtspunkten werden sie ausgesucht?
GB: Hauptsächlich nach der „Attitude“. Wir haben sowohl bei der Eröffnung als auch jetzt in niedrigeren Positionen Leute eingestellt, die noch nie ein Hotel von innen gesehen haben. Wir haben viele sehr junge Leute – das heißt zwar, dass die Fluktuation hoch ist, aber auch, dass sie einen natürlichen Charme und einen entsprechenden Enthusiasmus haben, eine Dienstleistung zu erbringen. Das sind Menschen, die auf die Gäste zugehen. Man merkt meist schon im Vorstellungsgespräch, ob jemand gerne arbeitet und zu diesem Produkt passt oder nicht. Der angehende Mitarbeiter soll natürlich keine schlechten Zeugnisse haben, aber wenn er keine Zeugnisse hat, weil er frisch von der Schule kommt, ist das auch okay. Er muss fleißig sein. Wie viel professionelle Vorkenntnisse er hat, spielt keine Rolle – das bringen wir ihm schon bei.

RP: An wen müssen sich Interessenten wenden, wenn sie hier arbeiten wollen?
GB: Zunächst werden die Bewerber im Human Ressources Department vorgefiltert. Dann werden sie üblicherweise an die Abteilungsleiter weitergereicht, die natürlich wissen, wie unsere Philosophie ist, weil sie diese Vision ja mittragen. Diese suchen sich dann jene Kandidaten aus, die ihnen gefallen, und schicken sie wieder zum Personalchef, der sie genauer anschaut. Abschließend schaue ich sie mir dann noch genauer an.

RP: Wie sieht es mit den Aufstiegschancen im Le Méridien Wien aus?
GB: Dadurch, dass wir sehr viele junge Mitarbeiter haben, ist – wie gesagt – die Fluktuation recht hoch. Wir haben aber in den vergangenen drei Jahren schon viele Leute befördert und um zwei oder drei Positionen aufsteigen lassen. Wir arbeiten ja auch an Cross-Trainings, wo auch in anderen Abteilungen gearbeitet wird. Und dann gibt es ja auch die Möglichkeiten der Schwesterbetriebe...

RP: Nun ist Le Méridien ja eine Hotelgruppe mit 140 Hotels und 30.000 Mitarbeitern weltweit. Welche Möglichkeiten haben Mitarbeiter für einen Wechsel ins Ausland?
GB: Es gibt verschiedene Ansätze. Wenn jemand unbedingt sofort Spanisch lernen möchte und es nur ein Hotel in Barcelona gibt, wo er hin könnte, dann muss er eben diese freie Position annehmen – auch wenn sie in der Hierarchie niedriger liegt. Wenn aber jemand nicht sofort nach Asien möchte, dann schickt man das nach Asien, und die melden sich, wenn etwas frei wird. Es gibt eine eigene Datenbank, in der man das abrufen kann. Natürlich ist es immer schwieriger, je höher die Position ist – schließlich wird nicht jeden Tag eine Stelle als Front Office Manager frei. Aber auch da hat sich schon einiges getan.

RP: Welche Fortbildungsprogramme bietet Le Méridien im Allgemeinen und Ihr Hotel im Besonderen an?
GB: Wir haben einen eigenen Training Manager im Hause. Dieser bietet rund 25 unterschiedliche Kurse an. Darunter sind zum Teil auch jene Fortbildungsprogramme, die in jedem Mitgliedsbetrieb von Le Méridien angeboten werden. Neben den Gruppenschulungen im Haus können ausgesuchte Mitarbeiter auch zu Fortbildungszwecken in Schwesterhotels geschickt werden.

RP: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
GB: Ich möchte das Le Méridien Wien weiter ausbauen, das heißt ich möchte meine Pläne und Konzepte, die ich für dieses Haus entwickelt habe, weiter in die Tat umsetzen. Ich möchte das Le Méridien Wien als etwas ganz Besonderes, etwas völlig Andersartiges präsentieren und das Haus gleichzeitig zu einem der besten Hotels Europas machen. Dazu werde ich wohl noch ein paar Jahre brauchen...

Kontakt:
Le Méridien Wien
Opernring 13
A-1010, Wien
Tel: +43 (0) 1 58 8 90-0
Fax: +43 (0) 1 58 8 90-9090
www.wien.leMeridien.de

01.08.2005