Ausgabe 037, Arbeitgeber im Porträt

Karriere bei Sandals & Beaches Resorts

Sandals steht für allerhöchste Qualität und unterscheidet sich grundsätzlich von anderen All-inclusive-Konzepten.


ein großer Pool mit der dazu gehörigen tropischen Hotelanlage ist zu sehen welche von Palmen umrandet ist Sandals & Beaches Resorts ist die größte Ultra-all-inclusive Hotelkette der Karibik mit insgesamt 19 Resorts auf Antiqua, den Bahamas, Jamaika, Kuba, St.Lucia und den Turks & Caicos. Zur Gruppe gehören auch das Sechs-Sterne-Hotel Royal Plantation sowie das Negril Gardens Beach auf Jamaika. Die Zielgruppe der Sandals Resorts sind nur Paare ab 18 Jahren und die Beaches Resorts sind für Familien, Singles und Paare ausgelegt. Insgesamt sind mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Erfolg im Geschäft ist keine Frage von Glück. Erfolgreiches Business ist vielmehr das Resultat harter Arbeit, logischen Denkens – und einer ordentlichen Portion Humor. Für Gordon „Butch“ Stewart jedenfalls. Mit ungebremster Energie und einem feinen Gespür für das Machbare hat sich der jamaikanische Multi-Unternehmer ein Imperium aufgebaut, dessen Herzstück heute die First-Class-Resorts der Sandals & Beaches Hotelkette bilden. Nach dem Highschool-Abschluss ging Gordon Stewart zunächst zum Studium nach England. Doch schon kurz danach stieg er in das Klimaanlagen-Geschäft ein und gründete 1968 mit nur 3200 US-Dollar Startkapital eine eigene Firma. Sie erlebte einen kometenhaften Aufstieg und schon nach einem Jahr kaufte „Butch“ das von ihm gemietete Büro und Lagerhaus – in bar. 1973 begann die mittlerweile in eine Holding-Gesellschaft umgewandelte ATL-Gruppe mit der Produktion von Klimaanlagen. Mit elf verschiedenen Firmen ist sie heute nicht nur das größte Privatunternehmen auf Jamaika, sondern erwirtschaftete auch die meisten Devisen der Insel. Sie ist nach der Regierung der wichtigste Arbeitgeber im Land.
Für Gordon „Butch“ Stewarts unternehmerischen Stil und seinen Erfolg stehen zuallererst jedoch die Sandals Resorts. Als Immobilieninvestition und ohne jedwede Erfahrung im Hotelgewerbe kaufte er 1981 ein heruntergewirtschaftetes Hotel an einem einzigartigen Strand in Montego Bay. Es dauerte nicht lange und das altehrwürdige Haus verwandelte sich in das Sandals Montego Bay und das Flaggschiff der Sandals Resorts International. Der Erfolg der Sandals Resorts basiert auf zwei Grundpfeilern: der hohen Motivation und Arbeitsmoral seiner Mitarbeiter – von der Küchenhilfe bis zum sorgfältig ausgewählten Manager. Gordon Stewart: „Wenn man ein Unternehmen mitführen will, muss man auch in die Entscheidungen mit einbezogen werden und wenn alle Mitarbeiter unabhängig von ihrer Funktion ihr Bestes geben, schafft das Vertrauen und Motivation.“
Je mehr Gordon Stewart in der Tourismusbranche heimisch wurde, desto mehr erwarb er sich die Anerkennung seiner Kollegen. Von 1984 bis 1988 leitete er als Präsident die „Jamaica Hotel and Tourist Association“, die für ein Gleichgewicht zwischen privaten und staatlichen Tourismusunternehmen sorgt, zwischen großen und kleinen jamaikanischen Hotels vermittelt und bei der Bevölkerung um Verständnis für den wachsenden Tourismus wirbt. 1989 wurde „Butch“ Stewart als „Hotelier of the Year“ ausgezeichnet und fungiert derzeit als Aufsichtsratsmitglied im „Jamaica Tourist Board“. 1984 stieg der Allround-Unternehmer sogar in das Fluggeschäft ein: Als Chairman und Anteileigner der staatlichen „Air Jamaica“ trug er wesentlich zur Sanierung der Gesellschaft bei. Im Jänner vorigen Jahres gab er seine Anteile an die Regierung zurück.


Soziales Engagement

ein Hotelprivatstrand mit einem Steg ins türkisblaue Wasser führend in der KaribikSoziale Verantwortung ist bei Sandals & Beaches Resorts fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Daher unterstützt die Hotelgruppe die lokale Wirtschaft nicht nur, indem sie so viele Produkte und Dienstleistungen wie möglich vor Ort bezieht, sondern engagiert sich dafür, die notwendigen Grundlagen zu schaffen. Denn es muss sichergestellt sein, dass die erforderliche Qualität in ausreichender Menge kontinuierlich verfügbar ist. So hat Sandals beispielsweise auf Jamaika ein Programm aufgelegt, das den lokalen Bauern beim Anbau von exotischem Gemüse unterstützt und den Absatz garantiert. Alleine im vergangenen Jahr gab die Hotelgesellschaft rund 700 Millionen Dollar für lokale landwirtschaftliche Erzeugnisse aus. Da aber manche Gemüsesorten bisher auf Jamaika nicht angebaut wurden oder die Qualität unzureichend war, legte die Hotelkette in Zusammenarbeit mit der Rural Agriculture Development Authority ein zwei-Phasen-Programm auf, das Bauern beim Anbau dieser Produkte hilft. „Wir verstehen uns nicht als karitative Organisation. Aber wir sind davon überzeugt, dass wir den Menschen an unseren Standorten Lösungen aufzeigen können und sind bereit, die Kommunen tatkräftig zu unterstützen“, bringt es „Butch“ Stewart auf den Punkt.
Eine Vielzahl weiterer Wirtschaftszweige und Dienstleistungen profitiert ebenfalls von der Firmenpolitik der Sandals & Beaches Resorts. So stammen beispielsweise 90 Prozent der Möbel in den Resorts aus lokaler Fertigung und sämtliche Handwerker, Architekten, Innenarchitekten und Berater werden vor Ort engagiert. Auch Textilien und Uniformen kauft das Unternehmen lokal ein. Um die Flughafentransfers kümmern sich örtliche Transportunternehmen, das Unterhaltungsprogramm wird weitgehend von lokalen Künstlern bestritten, Kunsthandwerker haben die Möglichkeit, ihre Produkte an mindestens einem Wochentag in den Resorts anzubieten. Darüber hinaus besuchen die Gäste die touristischen Attraktionen der Inseln. Allein auf Jamaika verdienten deren Betreiber im vergangenen Jahr dadurch geschätzte 150 Millionen Dollar.
Weiters unterstützt Sandals & Beaches Resorts Kinder und Senioren, Kranke und Bedürftige in mehr als 100 Einzelprojekten. Die Schwerpunkte des sozialen Engagements liegen auf der Ausbildung in den Schulen und dem Sportsponsoring sowie auf der Gesundheitsvorsorgung und der Fürsorge für alte Menschen und Bedürftige. Tatkräftige Hilfe durch den persönlichen Einsatz der Mitarbeiter wird dabei ebenso geleistet wie Geld und Sachspenden. „Wir wollen den Menschen an unseren Standorten etwas zurückgeben“, so das Credo von „Butch“ Stewart. „Außerdem ist es wichtig, eine Kultur der Gastfreundschaft zu etablieren, denn davon lebt unser Business.“ Der Nachwuchs liegt Sandals & Beaches Resorts ganz besonders am Herzen: Seit 1997 ist es für jedes Resort Pflicht, die Patenschaft für mindestens eine Schule zu übernehmen. Die Hotels sorgen dafür, dass dort die notwendige Infrastruktur vorhanden ist und es ein breites Angebot an außerschulischen Aktivitäten gibt. Konkret bedeutet dies, dass einige Resorts Schulen beispielsweise mit Computerräumen ausgestattet haben und teilweise sogar die Gehälter der Lehrer bezahlen. Sandals-Mitarbeiter, die erforderliche Kenntnisse für die Instandhaltung mitbringen, führen unentgeltlich anfallende Arbeiten an den Schulen aus. Jedes Resort organisiert einen jährlichen Lesewettbewerb, einige sammeln zum Schuljahresbeginn Kleidung und Lehrmittel für bedürftige Kinder. Sandals-Mitarbeiter erläutern den Kindern, wie sie direkt und indirekt von der Tourismusbranche profitieren können und zeigen ihnen Karrierechancen auf. Einige Resorts haben regelmäßig Schulklassen mit ihren Lehrern zu Besuch, damit sie vor Ort erleben können, wie eine All-inclusive-Anlage funktioniert. Die Hotelkette springt aber auch ein, wenn sich die Eltern guter Schüler die Ausbildung nicht leisten können: Insgesamt 85 Kinder besuchen inzwischen im Rahmen des Sandals Community Scholarship Program die Highschool und einige weitere bereiten sich derzeit auf den entsprechenden Schulabschluss für ein Studium vor. Unter dem Motto „Save a Boy“ fungieren Sandals-Manager zudem als Mentoren für insgesamt 76 Jungen, die in die Kriminalität abzurutschen drohen. Im medizinischen Bereich engagiert sich Sandals dafür, dass die Versorgung alle Gemeinden und Bevölkerungsschichten erreicht: In Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenschwestern werden regelmäßig Sprechstunden angeboten.
Aber auch Umweltschutz wird bei Sandals & Beaches Resorts groß geschrieben. Die Sandals Resorts auf St. Lucia haben eine Initiative mit dem Ziel gestartet, 2000 Mahagonibäume auf der Karibikinsel zu pflanzen. Dieses Engagement ist aber kein Einzelfall: Alle Anlagen beschäftigen Umweltmanager, die nicht nur sicherstellen, dass die Resorts so umweltschonend wie möglich betrieben werden, sondern auch aktiv zum Umweltschutz in den umliegenden Gemeinden beitragen. Mit ein Grund, warum Sandals die einzige All-inclusive-Hotelkette in der Karibik ist, deren Häuser ausnahmslos mit dem renommierten Umweltsiegel „Grenn Globe 21“ zertifiziert sind.


Jobmöglichkeiten

ein Liebespaar sitzt in einem Restaurant am Strand und wird von einem Kellner bedient, im Hintergrund ist tuerkisfarbenes Wasser zu sehen Das Besondere für Sandals & Beaches Resorts zu arbeiten ist, dass es ein sehr progressives Unternehmen ist, das ständig bemüht ist, sein All-inclusive-Konzept zu verbessern und zu erweitern. „Erst im letzten Jahr wurden das Mitternachtsbuffet mit karibischen Desserts und Schokolade am Dienstag und Meeresfrüchte mit Martinis am Freitag eingeführt. Auch stehen jetzt in den höchsten Zimmerkategorien in England trainierte Buttler zur Verfügung. Bei uns ist immer etwas los. Ich bin jetzt seit 18 Jahren dabei und habe noch nie einen Gedanken verschwendet, die Kette zu verlassen“, so der gebürtige Österreicher Konrad F. Wagner, General Manager im Grande St. Lucian Spa & Beach Resort. Für Mitteleuropäer bestehen sehr gute Chancen bei Sandals & Beaches Resorts einen Job zu bekommen. So arbeiten zum Beispiel der Salzburger Josef Zellner als General Manager im Beaches Turks and Caicos und der Oberösterreicher Gerald Christ als Hotel Manager im Beaches Boscobel. „Vor allem im Food & Beverage-Bereich sowie in den Küchen, mit ihren unzähligen verschiedenen Ausrichtungen, wird immer wieder Personal aus Europa eingestellt“, erläutert Wagner. Allein Sandals verfügt über 61 Resort-Restaurants. Voraussetzungen sind ein perfektes Englisch sowie zum Beispiel im Grande St. Lucian eine dreijährige Auslandserfahrung. Je nach Position und Zugehörigkeit kann man zwischen 48.000 und 75.000 US-Dollar jährlich verdienen. Kost und Logis sind frei. Man arbeitet sechs Tage in der Woche und hat drei Wochen Urlaub. Sehr große Jobchancen hat man als Gästebetreuer (Sandals Ambassadors). Sie kümmern sich in der jeweiligen Landessprache um deutsch-, französisch-, spanisch- oder italienischsprachige Gäste. Eine erstklassige Sprachausbildung ist hier natürlich unbedingt erforderlich. Die Ambassadors verdienen um die 800 US-Dollar pro Monat. Der Flug zu den einzelnen Resorts ist vorerst selbst zu bezahlen. Erst nach einjähriger Zugehörigkeit bekommt man das Geld zurück. Kellner verdienen um die 750 US-Dollar. Alle Mitarbeiter erhalten aber eine zehnprozentige Bonifikation des Betriebsgewinnes. Die Angestellten sind neben der staatlichen Versicherung privat unfall- und pensionsversichert. Diese Versicherung ist laut Wagner zwar nicht so schlecht, kann aber mit europäischem Standard nicht mithalten. Es empfiehlt sich daher in seinem jeweiligen Land sich nebenbei selbst darum zukümmern.
Die Aus- und Weiterbildung nimmt einen sehr hohen Stellenwert ein. Je nach -Größe des Resorts sind bis zu drei Training Manager beschäftigt, deren Aufgabe es unter anderem ist, die Mitarbeiter bereits zu schulen, bevor sie ihre Tätigkeit am Arbeitsplatz ausüben. Um den hohen Standard von Sandals gerecht zu werden, wurden allein in den letzten fünf Jahren 25 Millionen US-Dollar für Mitarbeitertrainings ausgegeben. Es besteht die Möglichkeit seinen Arbeitsplatz innerhalb der Gruppe zu wechseln, so dass man die Karibik von verschiedenen Seiten kennen lernt. Auch in Form von Promotions lernt man die anderen Resorts kennen. Köche, Food & Beverage und -Hotelmanager -sollen sich am besten unter E-Mail:
mail(at)sri.sandals.com bewerben.

bewerbungen:
Unique Vacations Inc
Mary Saladrigas
Human Resources Manager
4950 SW 72nd Avenue
Miami, Florida 33155
Tel.: +1-305-284-1300
oder 4234
Fax: +1-305-668-2782
E-Mail: resume(at)uvi.sandals.com oder mail(at)sri.sandals.com
www.sandals.com

02.05.2006