Ausgabe 062, Management-Tipps

Hotelbewertungen 2.0

An Hotelbewertungen im Internet gibt es kein Vorbeikommen mehr. Profitipps, wie Sie die Chancen dieses Mediums am effizientesten nutzen.

Wie gefragt Hotelbewertungen im Internet sind, beweist eine ­aktuelle Studie des Internet­portals Web.de. Demnach orientieren sich bereits acht von zehn über das Internet buchende Hotelgäste an ihnen. Tendenz steigend. Allein der Branchenvorreiter ­holidaycheck.de notierte von November 2006 bis Oktober 2007 insgesamt 214.881 abgegebene Hotelbewertungen, HRS.de spricht laut eigenen Angaben von 615.000 Einträgen in nur sechs Monaten. „Die Chancen, die sich den Betrieben durch solche Seiten eröffnen, sind groß. Allerdings gibt es für die Hotels auch Risiken. Unqualifizierte Bewertungen können schädigen und sich äußerst negativ auf betriebswirtschaftlicher Ebene auswirken“, warnt Stefanie Heckel, Sprecherin des Hotelverbands Deutschland (IHA).

Die Gefahren für Hotelbetreiber liegen auf der Hand: Manipulation, Schmähkritik, keine standardisierten Bewertungsmöglichkeiten. Vor wenigen Wochen ging nun eine brisante Forderung an die Betreiber der Onlinebewertungsportale hinaus, hinter der die IHA sowie weitere Hotel­verbände aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stecken. Konkret setzt man auf die Um­setzung eines 10-Punkte-Papiers. Druck wird vor allem gegen Manipulation gemacht: Keine anonymen Bewertungen mehr, ­Einträge nur dann, wenn auch tatsächlich im Hotel übernachtet wurde, Rechts­anspruch für Hoteliers bei wahrheits­widrigen Angaben sowie eine Veröffentlichung der Bewertungen erst dann, wenn für jedes einzelne Haus mindes­tens so viele Einträge vorliegen, wie das Hotel Zimmer aufweist. Auflagen, die derzeit kaum ein Anbieter geschlossen erfüllt...

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11.03.2008