Ausgabe 064, Arbeiten im Ausland

Jobabenteuer Südafrika

Land im Wandel, reizvolle Umgebung, 100.000 Hektar Weinberge – und was verspricht ein Job an der südlichsten Spitze Afrikas?

Jobabenteuer SüdafrikaDie Schönheit Südafrikas muss man in die Welt tragen.“ Wenn Jens Kozany, Deputy General Manager im Grande Roche Hotel in Paarl, über seine Wahlheimat spricht, wird er fast ein wenig pathetisch. Die Vielfalt des Landes spricht für sich: eine 2500 Kilometer lange Küstenlinie, mehr als 100.000 Hektar Weinberge, elf offizielle Landessprachen und durchschnittlich 8,5 Sonnenstunden am Tag. „Der Sonnenschein macht einfach heiter“, schwärmt Martina Schacke, verantwortlich für die Guest Liasion im Front Office im Cape Grace Hotel in Kapstadt. Auch Jörg Streibing, der sich im August 2007 mit der 40-Bettenherberge Auberge Rozendal in Stellenbosch der Weinregion selbstständig gemacht, weiß „die Landschaft, die Kultur, die hervorragenden Produkte“ zu schätzen – und die entspannte Atmosphäre, „jeder Besucher des Landes wird begeistert sein.“

Fachkräfteengpass
Jobs in der Gastronomie und Hotellerie ergeben sich auf Grund der üblichen Fluktuation ständig, viele deutschsprachige Arbeitnehmer und Gäste bieten heimatliche Verbundenheit auch in der Ferne, zudem wird es im Zuge der Fußballweltmeisterschaft 2010 einen Engpass an Fachkräften geben.
Viele Gründe sprechen also für einen Job in Südafrika – bevor man nun aber im Übereifer ob der Euphorie gleich in den Flieger steigt: Man sollte gut drei Monate Vorbereitungszeit für die behördlichen Einwanderungsformalitäten einkalkulieren. Um die Arbeitsgenehmigung kümmert sich zum Teil der Arbeitgeber, oft ist man aber auch selbst gefordert, diese beim Immigration Service zu beantragen.
Die Behörden bieten verschiedene Formen von Visa und Arbeitsgenehmigungen, Erleichterungen gibt es für besonders gefragte Fachkräfte und Leute unter 25 Jahren. Die Kosten sind je nach Visaart unterschiedlich und betragen mehrere Hundert Euro. Der Berufsabschluss muss anerkannt werden, der Arbeitgeber begründen, warum der ausländische Bewerber besser für den Job geeignet ist als ein einheimischer. Bei den Formalitäten helfen professionelle Immigrationsagenturen, wie sie auch Martina Schacke in Anspruch genommen hat. Die 27-jährige Hotelfachfrau aus Dresden hat es übrigens der Liebe wegen an die südlichste Spitze Afrikas verschlagen.
Manche Arbeitsverträge haben eine Unterkunft inkludiert, nicht aber ein Versicherungspaket. Eine gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung gibt es nicht, daher ist die private Vorsorge überaus empfehlenwert. Ambulante Behandlungen und Arzneimittel werden aus der eigenen Tasche bezahlt, Krankenhausaufenthalte werden mit der Privatversicherung abgedeckt. Die Prämien liegen bei 25 bis 50 Prozent des deutschen Niveaus – die Packages liegen zwischen 700 und...

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22.04.2008