Ausgabe 068, News

Bocuse d’Or-Europa - Strahlende Sieger, ohne zu glänzen

Die Skandinavier zählten zu den großen Gewinnern bei der Bocuse d’Or-Europa-Vorausscheidung in Stavanger. Kritik kam jedoch von der Jury. ROLLING PIN war in Norwegen mit dabei.

Bocuse d’Or-Europa-Jury Es ist exakt 8 Uhr in der Früh, als die Stunde von Sandor Kovacs schlägt. Keine Nervosität, keine Hektik ist dem ungarischen Koch anzumerken, der die Bocuse d’Or-Europa-Vorausscheidung eröffnen darf. In der kleinen Sporthalle der norwegischen Hafenstadt Stavanger heizen die Zuschauer die Stimmung lautstark an, während Kovacs in der ersten von insgesamt zehn aneinandergereihten Küchen­boxen mit geübten und zügigen Handgriffen sein Werk beginnt.
Aus Pfannen zischt es, Blubbern aus köchelnden Töpfen, Geschirrgeklapper und dumpfes Klopfen im Zehntelsekundentakt, nämlich immer dann, wenn das Messer auf die Arbeitsplatte trifft. Die Geräusche aus den 10 Quadratmeter engen Kojen durchmischen sich mit dem Gejohle der Fans auf den Rängen. Wettkampfatmosphäre.
Exakt 5 Stunden Zeit bleiben Kovacs nun, um zuerst ein Gericht mit Lachs und dann eines mit Lamm, jeweils aus Norwegen, vorzubereiten. Drei Monate Training liegen hinter dem jungen Ungarn. Ebenso lange und konsequent haben die 19 anderen Köche auf die große Vorausscheidung in Stavanger hingearbeitet. Alle 10 Minuten ertönt für einen weiteren Jungküchenmeister das Startsignal zur Vorbereitung. Nur 12 von ihnen werden sich nach den zwei Wettkampftagen für den Bocuse d’Or-Hauptbewerb am 27. und 28. Jänner in Lyon qualifizieren...

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15.07.2008