Ausgabe 068, Arbeiten im Ausland

British Virgine Islands - Auf der Sonnenseite des Arbeitslebens

Das klingt nach Paradies: Auf den British Virgin Islands locken Luxusarbeitgeber, hohe Löhne, spendable Gäste und keine Einkommensteuer.

British Virgine Islands - Arbeiten im Paradies Gut 100 Kilometer östlich von Puerto Rico, dort liegen sie, die British Virgin Islands. 60 Inseln, 16 davon bewohnt – auf jeder von ihnen warten Topjobs auf eine Besetzung. Das hat vor allem einen Grund: Der Tourismus auf den Inseln boomt seit Jahren und ist der Motor für eine starke und stabile Wirtschaft. Er macht bereits 45 Prozent des nationalen Einkommens aus. Tendenz steigend.
Allerdings ist der Traumjob auf der Inselgruppe im britischen Überseegebiet nicht für jeden zum Greifen nah. Das Gesetz regelt nämlich, dass eine Stelle erst dann von einer ausländischen Arbeitskraft besetzt werden kann, wenn sich keiner der Einheimischen dafür eignet. Mit unter 0,2 Prozent Arbeitslosen liegt die Quote dementsprechend niedrig. Laufend gesucht werden vor allem Führungskräfte, weil es auf den British Virgin Islands keine entsprechenden Ausbildungen in der Hotellerie gibt. Chefs de Partie, Souschefs, Executive Chefs ebenso wie Sommeliers und Manager in allen Bereichen; diese Positionen sind immer vakant.
„Das Wichtigste ist, dass man den Arbeitsvertrag fix in der Tasche hat, denn nur dann stimmt der Staat der Arbeitserlaubnis zu“, erklärt Headhunter Christian Schweinzer, Geschäftsführer der Recruitingagentur Blackrock, die auch Jobs in die Karibik vermittelt. Trotzdem muss dann noch eine Reihe von Unterlagen eingereicht werden, bevor das endgültige Okay kommt. Die wichtigsten: Polizeireferenzen der letzten 5 Jahre, ein ärztliches Attest, das die Gesundheit belegt, sowie Zeugnisse und Bestätigungen, die die fachliche Qualifikation dokumentieren. Und schon kann es losgehen.
Die Hotels und Resorts locken größtenteils mit Luxus pur. Inkludiert im Arbeitsvertrag sind meistens eine Wohnung oder eine kleine Villa, ein bis zwei Flüge in die Heimat sowie Telefon- und Lebenserhaltungskosten bis zu einer gewissen Höhe (ca. 300 bis 600 Euro im Monat). Je nach Position verdient man umgerechnet zwischen 25.000 und 77.000 Euro im Jahr. Ausbezahlt wird der Lohn jedoch in Dollar, was beim derzeitig niedrigen Kurs der einzige Wermutstropfen ist. Die steuerliche Situation macht das aber wett: keine Abgaben beim Einkommen...

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15.07.2008