Ausgabe 069, Porträts

Alexander Adlgasser - der Weinverführer

Seine Geliebten heißen Pétrus, Yquem, Mouton. Und Bono, Bill Gates und Bruce Willis ließen sich von Alexander Adlgassers Harem bereits verführen. Der Spitzensommelier im Wiener Palais Coburg und die Erotik des Weins.

Fotos: Werner Krug

Alexander Adlgasser trägt eine Magnum Flasche Wein auf der Schulter Woody Allen ist cool. Er kennt sich bei Weinen wahnsinnig gut aus und trinkt nur rote Burgunder.“ Bono Vox, Bill Gates, Bill Clinton – die Liste seiner prominenten Gäste lässt sich beliebig fortsetzen und sie wird lang, ziemlich lang sogar. Rund 200 Superpromis begaben sich vertrauensvoll in die Obhut von Alexander Adlgasser – und von allen kennt er ihre geheimen Wünsche. Wer kann das schon von sich behaupten, außer vielleicht ein Paparazzo, Priester oder Schönheitschirurg? Ist er nicht, so etwas Ähnliches. Als Topsommelier erfährt man schließlich auch alles über seine Kunden und ihre Vorlieben. Akribisch sammelt er sie für ein Buch und der lange in seinem Kopf gereifte Stoff materialisiert sich gerade im Computer. Eine lässliche Sünde, für einen Weinpapst besteht schließlich kein Beichtgeheimnis.
Pétrus, Palmer und Penfolds sind die Geliebten, bei denen sie schwach werden. Jeder auf seine eigene Art. Bono, Bill Gates und Nicolas Cage nippen lieber in aller Stille an ihrem Glas. Das Extrembeispiel ist Bruce Willis. „Er kommt mit 5 Bodyguards und Sonnenbrille ins Restaurant. Etwas übertrieben, vielleicht hat er zu viele Actionmovies gedreht …“ Michael Douglas, Harrison Ford, Stevie Wonder und Kiefer Sutherland dagegen sind ziemlich naturlocker. „Man kann sich mit ihnen ganz normal unterhalten und sie interessieren sich sehr für Wein.“ In der Hitliste ganz oben: Bill Clinton...

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05.08.2008