Vorstand des VKD kündigt mehrheitlich

Ein großer Teil des VKD Vorstandes
hat sich entschlossen, gemeinsam die Mandate niederzulegen. Die Erklärung dafür lesen Sie hier:
November 13, 2015

Liebe Kollegen, geschätzte Verbandsmitglieder,

mit diesem Schreiben möchten wir Sie informieren, warum sich ein großer Teil des VKD Vorstandes entschlossen hat, gemeinsam die Mandate niederzulegen. Mit Bedauern setzen wir Sie in Kenntnis, dass für uns ab heute eine weitere Arbeit für den Verband der Köche Deutschlands nicht mehr möglich ist. Mit Bedauern setzen wir Sie in Kenntnis, dass für uns eine weitere Arbeit für den Verband der Köche Deutschlands nicht mehr möglich ist.

Dies betrifft: Ctefan Wohlfeil (Präsident des VKD), Klaus‐W. Meyer (Vorstandsmitglied und Fachausschussvorsitzender Ernährung und Gesundheit, Niederlegung bereits zum 3.1.2009), Stefan Lichtenberg (Vorstandsmitglied und Fachausschussvorsitzender Groß‐ und Betriebsverpflegung, Catering, Systemgastronomie), Roland Paasch (Vorstandsmitglied und Fachausschussvorsitzender Mitgliederbetreuung, EDV, Kommunikation) und Michael Schmidt (Vorstandsmitglied und Fachausschussvorsitzender Berufliche Aus & Weiterbildung, Prüfungswesen und Seminarwesen)

Aufgrund einiger Vorgänge während und schon im Vorfeld der IKA war das Vertrauensverhältnis zu Monika Jaekel, der Geschäftsstellenleiterin des Verbandes der Köche Deutschlands, und dem Vorstand gestört. Ebenso gab es Beschwerden seitens der Sponsoren. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen nicht über alle Details öffentlich sprechen können. Fakt aber ist, dass aufgrund von einigen Vorfällen der Vorstand inklusive Vizepräsident Strauß und Präsident Wohlfeil, nach ausführlichen Diskussionen und Mitarbeiterbefragungen, am 21. Dezember2008 den Mehrheitsbeschluss getroffen hatten, rechtlich zu prüfen, ob und wie Frau Jaekel zu kündigen wäre und entsprechende Schritte einzuleiten. Das Präsidium in Person der Vizepräsidenten Mathias Schantin, Günter Kloss und Holger Wegmann, die sich, ebenso wie Frau Jaekel, geweigert hatten, an dieser Sitzung teil zu nehmen, haben sich geweigert diesen Mehrheitsbeschluss zu beachten und die Personalentscheidung mit zu tragen – und sie damit unmöglich gemacht. Deshalb können wir (die Unterzeichnenden) unsere ehrenamtliche Mitarbeit und unser Handeln für den Verband der Köche nicht mehr ordnungsgemäß umsetzen. Wir haben das Vertrauen in die Gremienarbeit und die Geschäftsstellenleitung des Verbandes der Köche Deutschlands restlos verloren.

Auch wenn wir uns in vielen Jahren stets für die Belange des Verbandes eingesetzt haben, stehen wir nicht hinter einer Verbandspolitik, die durch interne Graben‐ und Machtkämpfe geprägt ist und die Weiterentwicklung des Verbandes unmöglich macht.

Wir bedauern, die Mitglieder mit diesem Schritt tief zu enttäuschen. Viel lieber würden wir uns der Verantwortung einer ordnungsgemäßen Verbandsarbeit stellen, aber leider gibt die Lage das nicht mehr her.
Nachdem durch einen Formfehler, den Frau Jaekel und Herr Wegmann zu verantworten haben, nun auch die außerordentliche Generalversammlung ausfallen muss, weil Vorstandsmitglied Robert Oppeneder gegen die dort zu fassenden Beschlüsse in Rechtsstreit mit dem Verband gehen wird, können verbandspolitische Weichen nicht gestellt werden.

Wir sehen eine konstruktive Zusammenarbeit als nicht mehr möglich an, und lehnen jede weitere Verantwortung für die weiteren Geschehnisse im Verband ab dem heutigen Datum ab. Die Schwierigkeiten in der Geschäftsstelle werden auch deutlich, durch die folgenden Kündigungen, die von Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle ausgesprochen wurden:

Kündigung von Frau Kraus bereits im August 2008 in der Probezeit Kündigung der freien Pressesprecherin Stephanie Bräuer zum 31.12.2008 Kündigung Stefanie Paulus zum 31.3.2009 Kündigung Anika Starke zum 31.3.2009 Frau Judith Dietermann: der befristete Vertrag, der noch bis zum 17. Februar 09 läuft, wurde seitens des Präsidiums nicht verlängert. Wegen der Schwierigkeiten in der Geschäftsstelle wäre Frau Dietermann zu einer Verlängerung auch nicht bereit gewesen.
Wir bedauern diese Entscheidungen sehr, können sie aber aufgrund der Umstände nachvollziehen.

Liebe Kollegen,
wir haben uns mit vollem Herzen sowie aller zur Verfügung stehenden Kraft und Fähigkeiten für den Verband der Köche eingesetzt.
Durch ihr Votum und/ oder die Stimmen der Delegierten hat sich im Herbst 2005 ein VKD Gesamtvorstand konstituiert, der antrat, den Verband durch verschiedene Maßnahmen zu einem attraktiven und mitgliederorientierten Verband umzugestalten.
Bis zum heutigen Zeitpunkt, können wir auf ein positives betriebswirtschaftliches Ergebnis in unserer Amtszeit zurückblicken. Auch die Olympiade der Köche 2008 war insgesamt ein Erfolg, den wir auch betriebswirtschaftlich gerne mit verantworten.
Viele Projekte haben wir erfolgreich umsetzen können, an anderen wurde intensiv bis heute gearbeitet. Von manchen haben Sie unmittelbar profitiert, andere haben Sie durch die Berichterstattung erfahren, wieder andere sind in den Gremien innerhalb und außerhalb des Verbandes und mit externen Partner erarbeitet und umgesetzt worden.
Neben diverser Leistungen haben aber in dieser Legislaturperiode immer wieder machtpolitisch motivierte Grabenkämpfe die Weiterentwicklung des Verbandes behindert. Persönlich motivierte Machtspielchen haben uns immer wieder so stark beschäftigt und ausgebremst, dass an ein Miteinander nicht zu glauben war, obwohl ehrenamtliche Verbandsarbeit eigentlich Spaß machen sollte. In den obersten Gremien des Verbandes ging es leider immer wieder um die Sicherung verbandspolitischer Macht und Selbstdarstellung und nicht um die konstruktive Weiterentwicklung.
In einem demokratischen Gremium wird also die Verbandspolitik nicht bestimmt durch die Richtlinienkompetenz des Präsidenten, sondern durch die Mehrheitsbeschlüsse in den Gremien. Wenn dann noch die Gremien untereinander blockiert werden, indem die Mehrheit im Präsidium die Mehrheitsbeschlüsse des Gesamtvorstandes ignoriert, wird es wirklich bitter.

Der Präsident ist zwar gewählt mit den Stimmen der Mitglieder, ist aber defacto mit höchstens 20 % an wichtigen politischen Verbandsentscheidungen beteiligt. So kann sich in der Verbandsarbeit keine klare Linie ergeben, sondern es wird je nach Mehrheitsverhältnis herumgeeiert. Ein Punkt, der extrem unterschiedlich interpretiert wurde, ist die Stellung des VKD zum Weltbund WACS. Hier konnten sich die Befürworter des Weltbundgedankens, Präsident Wohlfeil und KW Meyer, nicht gegen Geschäftsstelle und Präsidium durchsetzen. Dass im Weltbund ebenfalls eine Politik betrieben wird, die man als WACS‐Mitgliedsland nicht immer akzeptieren kann, steht auf einem anderen Blatt. Das internationale Netzwerk allerdings zu opfern, kommt für den Präsidenten nicht in Frage. Hier muss kritisch Einfluss genommen, aber kein Rückzug im Namen aller Verbandsmitglieder angeordnet werden.

Hintergrund zu einigen Vorgängen

Wenn sich die Mehrheit der Mitarbeiterinnen in der VKD‐Geschäftsstelle über Umgangston, Arbeitsklima, Anweisungen zu Manipulationen und Falschbehauptungen beim Präsidenten schriftlich und vertraulich beschweren und Kündigungen die offensichtliche Konsequenz sind, dann besteht dringlichster und schnellster Handlungsbedarf.
Der Präsident hat nach Absprache mit einem Arbeitsrechtler in der Geschäftsstelle am 13. November 2008 ein schriftlich dokumentiertes Gespräch (Anhörung) mit Frau Jaekel zu den Vorwürfen geführt und entsprechende Dienstanweisungen gegeben. Diese Vorgehensweise wurde vom Gesamtvorstand, aber nicht vom Präsidium gebilligt. Gegen die Dienstanweisungen hat Frau Jaekel mehrfach und von den Vizepräsidenten gebilligt verstoßen.

In schriftlichen Beschwerden (vom 2.11. bzw. 3.11.) wurde von Mitarbeiterinnen um Vertraulichkeit gebeten, um damit zu verhindern, dass die Beschwerdeführerinnen anschließende Repressalien zu erwarten haben.
Vertraulichkeit ist die Eigenschaft einer Nachricht, nur für einen beschränkten Empfängerkreis vorgesehen zu sein. Weitergabe und Veröffentlichung sind nicht erwünscht. (Ich denke hier war die Person gemeint gegen die es geht)
Die Vertraulichkeit der Dokumente sollte vom Präsidenten im Beisein der Geschäftsstellenleiterin auf der Präsidiumssitzung am 21.11. in Magdeburg aufgegeben werden, was dieser aber ablehnte, da dies ausdrücklich in den Beschwerdebriefen der Mitarbeiterinnen untersagt wurde. Das Präsidium entschied gegen den Antrag des Präsidenten, ohne die Beschwerden der Mitarbeiterinnen und Sponsoren überhaupt zur Kenntnis zur nehmen, dass in dieser Legislaturperiode eine Kündigung von Frau Jaekel mit Ihnen nicht zu machen sein werde. Die Pflicht, die Mitarbeiterinnen zunächst einmal im Präsidium anzuhören, wäre wichtigstes Kriterium für eine solche Entscheidung gewesen.
Nach ernsten Bedrohungen von Stefan Lichtenberg und Anika Starke / Stefanie Paulus seitens Herrn Jaekel wurde die Aufklärung der Personalie Monika Jaekel vom Gesamtvorstand gefordert. Auf der Sitzung am 21.12. in Frankfurt wurden alle Beschwerden und Fakten auf den Tisch gelegt und teilweise persönlich mit den Betroffenen besprochen. Wie schon oben erwähnt, blieben die Präsidiumsmitglieder Wegmann, Schantin und Kloss, als auch Frau Jaekel, der Sitzung fern und ver5 weigerten sich der weiteren Aufklärung der Sachlage. Der Gesamtvorstand beschloss entsprechende Konsequenzen.
Anerkennenswert bleibt die Haltung von Vizepräsident Strauss, der nach dem Beschluss von Magdeburg gezeigt hat, dass es sich lohnt, um Aufklärung bemüht zu sein und nun ebenfalls für Konsequenzen plädiert.
Am 21.12.08 wäre der Tag gewesen vieles zu klären, wenn denn die wichtigsten Entscheidungsträger auch gekommen wären. Keinerlei Gesprächsbereitschaft oder ähnliches, nichts in der Richtung ist passiert.
Aber laut Verbands‐Satzung werden wichtige Personalentscheidungen nur durch das Präsidium getroffen. Dies haben Herr Schantin, Herr Wegmann und Herr Kloss den Vorstandsmitgliedern und dem Präsidenten wiederholt deutlich gemacht Die Meinung des Gesamtvorstandes interessiert diese Vizepräsidenten nicht, obwohl sie nach der Satzung Mitglieder dieses Gremiums sind. Für uns ist die Vorgehensweise dieser Präsidiumsmitglieder nicht nachvollziehbar.
Auf der Vorstandssitzung am 10.1. 2009 in Frankfurt, die nur nach großem Drängen zustande kam, wurden die Beschlüsse des Gesamtvorstands und die damit mahnende Aufforderung zur Änderung der Meinung im Fall Jaekel wiederum nicht respektiert.
Dass der Fall Monika Jaekel arbeitsrechtlich nicht einfach ist, ist dem Präsidenten und dem Vorstand nach Konsultation von Fachanwälten bewusst – nicht zu handeln ist allerdings aus unserer Sicht verantwortungslos. Da die drei Vizepräsidenten eine Beendigung der Geschäftsstellenleitung durch Frau Jaekel kraft Mehrheit im Präsidium, das laut Satzung dafür zuständig ist, und sie dieses „heiße Eisen“ in den letzten acht Monaten nicht mehr im Sinne des Gesamtvorstandes umsetzen wollen, haben wir unsere Konsequenzen gezogen.
Allein das betriebswirtschaftliche Verbandsergebnis und eine gelungene IKA ist noch lange keine erfolgreiche Verbandsarbeit. Wichtige Projekte hätten nun in Angriff genommen werden müssen oder laufende zu Ende gebracht. Dies ist ohne die Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle und durch das zerrüttete Verhältnis mit der Geschäftsstellenleitung und den Vizepräsidenten nicht mehr möglich. Weiterhin können wir das Verhalten von Vorstandsmitglied Robert Oppeneder nicht weiter akzeptieren und dulden, der Verbandsinternas immer wieder nach außen bringt Mögen die die Verantwortung übernehmen, die laut Satzung diese Entscheidungen zu verantworten haben.

Persönliche Statements zum Rücktritt

Klaus –Wilfried Meyer (Ergänzend zu seiner Rücktrittserklärung vom 3.1.2009 )

Meine knapp 16 Jahre ehrenamtliche Vorstandstätigkeit, mit viel Herzblut, Zeitaufwand und persönlichem Einsatz werden in ca. 2 Monate für mich zunichte gemacht.
Alle die mich richtig kennen, wissen dass ich kein Bruder Leichtfuß bin und mich auch nicht vor irgendwelche Karren spannen lasse. Ich habe nicht davor zurückgeschreckt, mich 3 Tage vor Weihnachten am 21.12.2008, persönlich davon zu überzeugen was die schriftlich geäußerten Beschwerden und Konflikte in der Geschäftsstelle betreffen. Konnte und habe mir dadurch ein Urteil gebildet. Andere in Entscheidungspositionen haben das nicht.
Dinge, die in meinen Augen unrechtmäßig sind und dazu noch unter die Gürtellinie gehen, tuen weh, und lassen den Glauben an alles, was recht ist, sinken.
Ich bin keiner der einfach so mir nix dir nix auf gibt und der sagt was er denkt und denkt was er sagt! Aber so kann ich nicht weitermachen.
Die schon jetzt erhaltenen vielen Sympathiebekunden beweisen, dass mein Schritt der Richtige war. Bedanken möchte ich mich bei allen die ich schätzen gelernt habe und mit denen ich ein Stück VKDWeg gehen durfte.
Respekt und Hochachtung habe ich vor vielen, aber nicht mehr vor allen.
In diesem Sinne Ihr/Euer Klaus‐Wilfried Meyer

Michael Schmidt:

Loyalität, Ehrlichkeit, Achtung von Menschen, Fachkompetenz und Fair Play sind für mich zwingende Merkmale für eine positive Zusammenarbeit im Verbands‐ , Geschäfts‐ und Privatleben. Leider habe ich in den letzten Monaten und Wochen Intrigenspiele, Machtkämpfe und Respektlosigkeit von einer Seite erleben müssen, wo ich mir ganz persönlich sage, dass ich dieses auf keinen Fall weiter akzeptieren werde! Ich kann Ihnen mitteilen, dass ich sehr viel Freude an den Aufgaben im Verband gehabt habe und dieser Schritt mir persönlich sehr schwer fällt, aber ich kann diese Machenschaften nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren.
Gern stehe ich Ihnen auch weiter für Fragen der beruflichen Aus‐ und Weiterbildung, dem Prüfungsund Seminarwesen außerhalb des Verbandes der Köche Deutschland e.V. zur Verfügung.

Herzliche Grüße Michael Schmidt

Stefan Lichtenberg:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
als ich im Jahr 2005 mich dazu entschied den Fachausschuss Vorsitz für den Bereich GV zu übernehmen, wollte ich etwas bewegen, was neu initiieren und den VKD dadurch nach vorne bringen! Mit dem GV ‐Award haben wir im Fachausschuss ein solches Baby in die Welt gesetzt und es durch den Erfolg auf der IKA über die Deutschen Grenzen hinaus bekannt gemacht!
Hier steckt sehr viel Herzblut und persönliches Engagement von Fachausschussmitgliedern wie auch von mir drin und ich habe gerne mein Wissen und meine Erfahrung mit Freude eingebracht. Alles was erarbeitet worden ist und an Projekten lief, war nie ein Problem. Nur in letzter Zeit, auch gerade wo es auf die Wahlen zu geht, wird das Ganze ziemlich schmutzig und politisch. Manche nutzen Ihre Stellung im Vorstand nur um Politik zu machen, mit kreativer Arbeit für den VKD hat dies nichts mehr zu tun!
Außerdem muss ich mich als Küchenleiter mit tägl. 3500 Essen Verantwortung nicht von einer Frau Jaekel wie einen kleinen Jungen vorführen und behandeln lassen, und das noch in meiner Freizeit! Es gibt immer mal Spannungen und Differenzen aber ich bin echt ein umgänglicher Typ und irgendwann ist auch bei mir mal Schluss.
Ich kann diese Machenschaften im Präsidium und gegen den Präsidenten auch nicht mehr verantworten und bitte Sie meinen Rücktritt zu akzeptieren.
Mir tut es leid um den Fachausschuss und die vielen netten Kollegen, die ich durch den VKD kennen und schätzen gelernt habe.
Ich werde aber immer für Sie mit meinem Wissen und meiner Erfahrung den Köchen zur Verfügung stehen!

Hochachtungsvoll Ihr Stefan Lichtenberg

Roland Paasch:
2. Der Schritt zurückzutreten ist mir nicht leicht gefallen. Ich bin seit über 30 Jahren Mitglied im Verband der Köche Deutschlands, ich habe mit viel Engagement und Freude und zum Teil mit dem Verzicht auf Freizeit für meinen Berufstand, (sei es als Jugendwart, Zweigvereinsvorsitzender, Schriftführer eines Landesverbandes, Mitglied im Fachausschuss, Vorsitzender eines Fachausschusses) investiert. Ich habe es gern und mit Herzblut gemacht.
3. Es gibt innerhalb des Gesamtvorstandes insbesondere mit den Vizepräsidenten Holger Wegmann, Matthias Schantin und Horst‐ Günther Kloß keinen Konsens mehr, in der Zusammenarbeit. Vor allem eine vertrauensvolle Arbeit mit unserer Leiterin der Geschäftsstelle Frau Jaekel ist nicht mehr gegeben. Die Illoyalität und Intoleranz gegenüber unserem Präsidenten sowie gegenüber den Gesamtvorstandsmitgliedern ist unglaublich.
4. Nachdem ich während der Sitzung am 10.Januar 2009 auch noch durch Robert Oppeneder erfahren musste, dass sich der 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Köche Baden‐ Württemberg Karl Haaf einer Klage gegen den Verband bzw. die Beschlüsse der außerordentlichen Generalversammlung anschließen will, ohne, dass alle Vorstandsmitglieder des Landesverbandes Baden‐Württemberg informiert worden sind, sehe ich auch hier keinen Weg mehr, nach 18 Jahren Tätigkeit als Schriftführer, weiterhin für den Landesverband tätig zu sein. Ich hätte mir im Frühjahr einen anderen Abschied gewünscht.
5. Am 21.12.2008 hat eine Vorstandssitzung in Frankfurt stattgefunden zu der auch die Herren Schantin, Wegmann und Kloß eingeladen waren. Die Herren haben es vorgezogen nicht zu erscheinen. In der Sitzung des Gesamtvorstandes am 21.12.2008 wurden erhebliche Unstimmigkeiten mit unserer Geschäftsstellenleiterin Frau Jaekel aufgedeckt, sei es gegenüber Mitarbeiterinnen des Verbandes oder auch Äußerungen gegenüber Sponsoren die sich von Ihrer Sponsorentätigkeit zurückziehen wollen. Außerdem wurden am Sonntag den 11.01.2009 die Beschlüsse des Protokolls vom 21.12.2009 nicht mehr behandelt, bzw. sie waren nicht mehr relevant und wurden einfach ignoriert.
6. Ich habe in der Januar Ausgabe 2009 der KÜCHE meinen Willen erklärt, mich für das Amt des Vizepräsidenten zu bewerben, um mich weiterhin für unseren Berufsstand und den Verband der Köche Deutschlands e.V. einzusetzen. Aufgrund der Ereignisse und jetzigen Situation werde ich dies natürlich nicht mehr tun.
Wir haben ein Kleeblatt in unserem LOGO vielleicht sollte der eine oder andere einmal darüber nachdenken was es bedeutet. Bescheidenheit – Rechtschaffenheit – Fleiß – und Ausdauer Man kann einen Drachen nur fliegen lassen, wenn man gegen den Wind geht. Dasselbe gilt für uns. Erfolg haben kann nur, wer die Schwierigkeiten erträgt, sie meistert und bereit ist, für sie die Verantwortung zu übernehmen. William J.H. Boetcker Die Verantwortung für diese Art von Verbandsarbeit lehne ich allerdings entschieden ab, denn sie führt trotz aller Schwierigkeiten nicht zum Erfolg. Ich will mich an dieser Stelle bei allen Kolleginnen und Kollegen, die mich im Laufe der Jahre unterstützt haben, recht herzlich bedanken.

Freundliche Grüße
Roland Paasch

Ctefan Wohlfeil:

Während meiner Amtszeit habe ich sicherlich auch Fehler gemacht, zu denen ich stehe, denn wo gearbeitet wird, da dürfen auch mal Dinge daneben laufen. Aber stets habe ich nach bestem Wissen und mit dem Ziel, den Verband nach vorne zu bringen gehandelt. Ich habe in meiner Amtszeit viele, engagierte und nette Kollegen kennengelernt, die sich für die Sache der Köche und der Kochauszubildenden engagieren. Ich danke diesen Kollegen herzlichst, denn die Zweigvereine und die Mitglieder vor Ort machen einen starken Verband aus und auf Ihren Schultern lastet enorm viel Arbeit.
Ich glaube dass wir im Verband ein paar Schritte vorangekommen sind, auch wenn im Hintergrund immer wieder versucht wurde unsere Arbeit schlecht zu reden und mich viele Verleumdungen schwer getroffen haben und viele dieser Aussagen ungeklärt im Raum stehen. Mit meinem Rücktritt übergebe ich nun den Verband an die Kandidaten, die schon Hufe scharrend in den Startlöchern stehen und die meinen vorzeitigen Abgang gewissenhaft vorangetrieben und mit Ihrer Handlungsweise in Kauf genommen haben.
Ein Präsident, der von seiner Geschäftsstellenleitung nicht einmal mehr gegrüßt wird und keine Loyalität und Zuarbeit mehr zu erwarten hat kann mit den vorhandenen Strukturen seine Arbeit nicht mehr erledigen. Ein Präsident ist nur so stark, wie es die Satzung und die Gremien zulassen. Ich weiß, was ich für den Verband geleistet habe und mir ist auch bewusst, dass ich nicht in der Lage war, die Machtspiele zu unterbinden und für Ruhe zu sorgen.
Ich habe die Köche Deutschlands gerne vertreten und hoffe, dass mein Wirken wenigstens nicht ganz umsonst war. Mit mir kann es auch keinen Rückzug aus dem Weltbund der Köche (WACS) geben, wie die Vizepräsidenten und Frau Jaekel es wünschen, denn dieses internationale Netzwerk sorgt dafür, dass der deutsche Koch im Ausland seinen hohen Stellenwert hat. Die deutschen Köche im Ausland haben diesen Weltbund früher stark gemacht, ich werde dieses Netzwerk nicht anzweifeln, auch wenn ich nicht mit allen Entscheidungen des Weltbundvorstandes einverstanden bin und offen Kritik äußere.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Firmen und Partnern für die tolle Unterstützung unserer Verbandsarbeit, denn ohne dieses Netzwerk und die vertrauensvolle Zusammenarbeit hätte ich meine Arbeit nicht erledigen können. Ich werde dem Netzwerk der Köche Deutschlands nicht verloren gehen und mich weiterhin mit all meiner Kraft für den schönsten aller Berufe, den Kochberuf, einsetzen. Ich bitte um Verständnis für meinen Schritt und auch den meiner Kollegen, aber ich kann nicht den Kopf für Dinge hinhalten, die ich so nicht tolerieren kann. Ab dem heutigen Tag zeichne ich mich nicht mehr verantwortlich für das, was in der Geschäftsstelle und Präsidium beschlossen wird.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung und verbleibe mit kollegialen und kulinarischen Grüßen

Ctefan Wohlfeil

Quelle: Kochmuetzen.de

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