Ausgabe 080, Porträts

König Schuhbeck auf neuem Feldzug

Das Platzl in München hat er längst erobert, und er regiert die TV-Küche wie kaum ein anderer: Nun plant Sternekoch Alfons Schuhbeck den großen Coup: Seine Gewürzläden will er auf ganz Deutschland ausdehnen.

Fotos: Werner Krug
Sternekoch Alfons Schuhbeck

>> Biografie

 

Geboren am 2. Mai 1949 als Alfons Karg in Traunstein.

Ausbildung als Fernsehtechniker. Bei einem Gastspiel mit seiner Band lernte er den Gastwirt Sebastian Schuhbeck kennen, der ihn überzeugte, eine Ausbildung als Koch und Restaurant- und Hotelfachmann zu machen. Schuhbeck adoptierte Alfons und setzte ihn als Erben ein.

Stationen als Koch: U.a. Feinkost Käfer, Alois Dallmayr und das Restaurant Aubergine von Eckart Witzigmann. 1980 übernahm er das elterliche Kurhausstüberl in Waging am See und wurde 1983 für seine Kochkunst mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, den er seither hält. Seit 2003 kocht Schuhbeck am Münchner Platzl.

Sein Reich in München, sein unbestrittenes Gourmetimperium, ist dem Sternekoch zu klein geworden! Südtiroler Stuben, Orlando, Kochschule, Eissalon, der Partyservice, sein Teatro, die Schokoladen, die Gewürzläden, die Bücher, seine zahllosen TV-Auftritte, von „Lanz kocht“ über die Küchenschlacht bis hin zu „Gesund genießen – raffiniert gewürzt“ –, Alfons Schuhbeck verkörpert die perfekte Kombination aus Koch und beinhartem Unternehmer. Schlussendlich zählt am Ende jeden Tages vor allem der wirtschaftliche Erfolg.

Die Maschinerie Schuhbeck läuft gut geschmiert und unentwegt. Der Erfolg ist ein hart erarbeiteter. 6 Tage die Woche, täglich bis zu 20 Stunden, steht Schuhbeck unter Strom. Was nur wenige wissen: Während andere Köche nach einem anstrengenden Drehtag, an dem gleich mehrere Sendungen aufgezeichnet werden, die Nacht im Hotel verbringen, sitzt er schon längst im Flugzeug Richtung München, um nachts noch selbst in der Küche zu stehen und seine Gäste persönlich begrüßen zu können. Dazwischen: Meetings, strategische Sitzungen, Interviews, ständig vor Ort in einem seiner Betriebe und sogar noch Zeit, um seinen strengen Fitnessplan durchzuziehen.

Am 2. Mai wird Schuhbeck 60. Während andere an den Ruhestand denken, sagt er fast trotzig: „Das kalendarische Alter macht mich bloß stutzig. Ich gehe mein Tempo weiter. Wenn auch nicht so ungestüm wie früher einmal...

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21.04.2009