Ausgabe 203, F&B Know-how

Kochen mit Cannabis: The Real High Cuisine

Eine Wundertüte voller Spiel, Spaß und Spannung: Kochen mit Cannabis kann viel mehr, als die Gäste zu benebeln. Auf Tuchfühlung mit der High-(End-)Cuisine.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Shutterstock, beigestellt, Mike Rufner (Buch: Cannabidiol, erschienen im Nachtschatten Verlag)

The real high cuisine

Zum Amuse-Gueule einen Joint und der Koch ist dein Freund. Ganz so sollte beziehungsweise kann man das Thema im deutschsprachigen Raum gar nicht angehen. 

Aber mit der Legalisierung der THC-haltigen Cannabispflanze in einigen Bundesstaaten der USA entwickelt sich aus dem heimlichen Rausch eine ernst zu nehmende Küchenlinie, die den Restaurantbesuch zu einem wirklichen Erlebnis macht. Allerdings nur wohldosiert – versteht sich. 

Euphorie auf der Zungenspitze 

Okay, dass das Zeug in mehr oder weniger leckeren Keksen auch high macht, sollte so ziemlich jedem bekannt sein. Das Ziel der heimischen Keksbäcker war vermutlich auch kein Geschmackserlebnis, sondern das Highwerden.

Chris Sayegh, der kalifornische Herbal-Chef aka Cannabis-Koch, will aber noch etwas ganz anderes erreichen: Laut seinen Studien werden die Sinneswahrnehmungen intensiviert – auch der Geschmackssinn. „Ich stelle ein konzentriertes Öl her, in dem die interessanten Stoffe enthalten sind. Damit versetze ich meine Gerichte. So schmeckt man das erdig-grasige Aroma nicht heraus – außer ich will, dass man es herausschmeckt, weil ich es dementsprechend komponiere.“

Topinambur-Suppe: Wasserkresse, schwarzer Knoblauch, Sommertrüffel, 3 Milligramm THC by Chris Sayegh

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15.03.2017