Ausgabe 155, Porträts

Aller guten Dinge sind 3

Ein Mann. Drei Hauben. Zehn Engel. Seine Launen. Warum Didi Dorner die Welt in orange sieht und auf nur wenigen Quadratmetern 17 Punkte erkocht.

 Didi Dorner -alle guten Dinge sind 3Fotos: Wolfgang Hummer

Wenn Didi Dorner in seiner Miniküche am Induktionsherd steht, sind sein Herz und sein Bauch stets mit dabei. Sicher wünschte sich der Farbfetischist eine orange Küche. Vielleicht auch von Ikea? Schließlich hat Dorner seine Einrichtung aus dem schwedischen Möbelhaus und wenn mal der 2-Euro-Kochlöffel unbrauchbar ist, wird er ausgetauscht. Mit seiner Garderobe verhält es sich doch anders: Seine orangen Koch-Outfits und Hosen sind dem selbst ernannten Aquarell-Künstler und Engelsammler heilig. Der orange Baron, wie er in Österreich genannt wird, entschied sich in seinem aktuellen Restaurant mit nur zehn bis 15 Sitzplätzen für eine heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre, ohne teuren Schnickschnack, dafür mit Low-Budget-Equipment. Der Maestro selbst hält daher nichts von geblümten Aussagen, sondern redet mit Tacheles.

Sind Sie wirklich so launisch, wie man Ihnen nachsagt?
Didi Dorner:
Halt, halt, Hier muss man ganz genau unterscheiden. Es gibt die Meinungen aus den Medien und die Meinungen der sogenannten Versteckspieler. Die herbe, negative Kritik passiert insbesondere im Internet auf Plattformen, wo man anonym bleibt. Keiner gibt gerne seinen Namen preis, weil die Leute glauben, sich so wichtig aufspielen zu müssen und gerne ihre Unwissenheit in Wissen umdrehen.

Das heißt, Sie mögen keine Kritik?
Dorner:
Ich mag diese Art von unwissender Kritik...

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14.11.2015