Ausgabe 154, Porträts

Kulinarisches Gleichgewicht

Eine Karriere wie ein Rosamunde-Pilcher-Roman: Elisabeth Grabmer avancierte von der Bauerstochter zur Multigastronomin.

Elisabeth GrabmerFotos: Wolfgang Hummer

Die Wege des Herrn sind oft unergründlich. Ein häufig strapaziertes Zitat, das im Fall von Elisabeth Grabmer aber genau ins Schwarze trifft. „Ohne Babybauch wäre ich nämlich nie Köchin geworden“, lacht die hochdekorierte oberösterreichische Spitzenköchin und fügt schmunzelnd hinzu: „Eigentlich komme ich ja aus dem Sevice, aber als ich schwanger wurde, wollte ich nicht mehr so viel im Gästebereich herumlaufen und hab mich ganz einfach in die Küche gestellt!“ Und als ob es die einfachste Übung der Welt wäre, hält die heute 49-Jährige 16 Gault-Millau-Punkte im Landgasthaus Waldschänke und 15 Punkte mit dem in Wels gelegenen Fortino. Zusätzlich betreibt die Powerfrau mit ihrem Mann auch noch ausgesprochen erfolgreich ein Cateringbusiness.

Dabei begann ihre kochende Laufbahn im schwiegerelterlichen Betrieb anfangs noch mit dem Streichen von Grammelschmalzbroten und Zubereiten von kaltem Schweinsbraten. „Wie das halt in einer Jausenstation so ist. Als in der Waldschänke dann irgendwann größere Feiern abgehalten wurden, begann ich auch, warme Speisen zu kochen und so hat sich das dann alles sehr gut entwickelt“, übt sich die in Freistadt auf einem Bauernhof groß Gewordene in schwerster Bescheidenheit. „Andere lesen in ihrer Schwangerschaft Babybücher, ich...

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14.11.2015