Ausgabe 153, Porträts

Mister Super Schnauzer

Jörg Sackmann verblüfft mit kulinarischen Kreationen. Die Erfolgsstory des vermeintlich biederen Schwarzwälders.

Jörg Sackmann
Fotos: Wolfgang Hummer

Hoffnungsvolle 18 Jahre musste Jörg Sackmann auf den lange erwarteten Anruf warten. Im vergangenen November dann das erlösende interstellare Klingeln. Der Spitzenkoch mit dem langen Atem und dem typischen Schnauzer hat das geschafft, was viele schon nicht mehr für möglich hielten: Er wurde vom Guide Michelin mit dem zweiten Stern ausgezeichnet.

Arrivierte Food-Journalisten sowie Kollegen wunderten sich schon seit geraumer Zeit, warum der smarte Koch aus Baiersbronn denn nicht schon viel früher aus der riesigen Masse der deutschen 1-Stern-Riege aufgewertet wurde, wo er doch mit seiner gefinkelten Aromenküche nicht nur geschmacklich, sondern auch visionär weit vor dem durchschnittlichen Einheitssterneküchenbrei liegt. Sackmann selbst hingegen nahm die Auszeichnung voll Freude sowie Demut an und beschreibt die lange Wartezeit knapp so: „Man kann diese Dinge nicht einfordern. Ich habe mich natürlich unheimlich gefreut und auch wenn Jahr für Jahr gemunkelt wurde...

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14.11.2015