Ausgabe 150, Porträts

Voll verschärft

Es ist die ultimative Bayrische Kernschmelze: Bobby Bräuer, Käfer und BMW. Eine Rennanalyse Des Piloten aus dem Esszimmer des Dreigestirns.

Bobby BräuerFotos: Werner Krug, gravity imaging

München hat sein Kindl wieder. Bobby Bräuer ist zurück in der Heimat und das löste eine Welle der bajuwarischen Begeisterung aus. Die Süddeutsche ließ sich gar zu folgendem Vergleich hinreißen: „Doch so viel wie in diesem Jahr über Bobby Bräuer wurde hier nicht mehr über einen Küchenchef geredet, seit das Ehepaar Eichbauer weiland für das Tantris den jungen Eckart Witzigmann vom Herd der Kennedys in Washington abwarb.“ Das ist starker Tobak. Das setzt mal eine gehörige Druckwelle frei. Und Bräuer unter Druck? Nicht wirklich. Der ist seit 33 Jahren im Geschäft und legt solche Aussagen nicht auf die Goldwaage. „Ich weiß, was ich kann und was nicht. Dafür mache ich die Geschichte schon zu lange.“

Solche Aussagen nimmt er, wie sie gedruckt werden, Papier ist geduldig, schmunzelt ein wenig und weiß, dass das ein bisschen hoch gegriffen ist. „Ich schau, dass es jeden Tag läuft. Es gibt nichts, was du mit einer Brechstange erreichen kannst, entweder es kommt oder nicht.“ Dass er selbst wieder in München angekommen ist, wurde allerdings nicht von allen goutiert. Nicht von allen heißt: Die Österreicher waren dann doch...

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14.11.2015