Corona-Virus: Hamburg schließt alle Restaurants

Hamburg greift im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie noch härter durch. Noch vor der entscheidenden Telefonkonferenz der Länderchefs mit Kanzlerin Merkel schließt die Hansestadt alle Restaurants.
März 20, 2020

 

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Nach mehreren anderen Bundesländern erlässt auch Hamburg zur Eindämmung des Coronavirus noch weiterreichende Beschränkungen. Alle Restaurants werden geschlossen, teilte Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach einer Senatssitzung mit. Ausnahmen gälten nur für Lieferdienste. Auch dürfe Essen außer Haus verkauft werden. Bislang durften Restaurants und Gaststätten noch zwischen 6:00 und 18:00 Uhr öffnen.

„Wir wollen niemanden einsperren!

Darüber hinaus sind nun Ansammlungen von mehr als sechs Personen künftig untersagt. „Das gilt natürlich nicht für Familien“, sagte Tschentscher. Auch seien unter anderem Gruppen von Berufstätigen nicht betroffen. „Wir wollen niemanden einsperren. Gleichwohl wollen wir sicherstellen, dass wir im öffentlichen Raum Kontakte vermeiden“, sagte Tschentscher. Sogenannte Corona-Partys verurteilte er scharf.

In der Hansestadt sind bereits Schulen, Kitas, Spielplätze und öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken und Schwimmbäder geschlossen. Gleiches gilt für Theater und Kinos. Nur Supermärkte und Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, Apotheken, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte und Banken dürfen weiterhin öffnen.

Hamburg nicht so „radikal“ wie Bayern

Mit seiner neuen Allgemeinverfügung geht Hamburg nicht so weit wie etwa der Freistaat Bayern. Dort ist das Verlassen der Wohnung von Samstag an nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen etwa der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben erlaubt – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

Am Sonntag wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder in einer Telefonkonferenz zum weiteren Vorgehen gegen die Corona-Pandemie abstimmen. Dabei werde die Wirkung der bisherigen Maßnahmen schonungslos analysiert, kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert an. Zugleich gelte es, die Verhältnismäßigkeit zu wahren.

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