Eröffnet David Chang eine Dependance in Las Vegas?

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: David Chang, Schöpfer des legendären New Yorker Ramen-Lokals Momofuku, will in Las Vegas Fuß fassen.
Jänner 11, 2016 | Fotos: Rene Johnston

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Der amerikanische Küchenchef mit koreanischen Wurzeln, David Chang, befindet sich gerade auf der beruflichen Überholspur: Der Erfolgsgastronom hat erst dieser Tage seine neue Nudelbar Nishi (zu Deutsch: Westen) im New Yorker Stadtteil Chelsea eröffnet und schon werden Gerüchte laut, dass Chang seine gastronomischen Fühler weiter nach Las Vegas ausgestreckt haben soll. Kolportiertes Objekt der Begierde ist das Casino-Hotel Cosmopolitan of Las Vegas. Da die Verkaufsfläche des im Hotelkomplex ansässigen Modeunternehmens All Saints gerade verkleinert wird, wäre Platz für ein Restaurant.
Chang’s Pressesprecher ließ die Gerüchte bislang unkommentiert. Aber erst im April letzten Jahres bezeichnete David Chang in einem selbst verfassten Artikel für das GQ-Magazin Las Vegas als das „Mekka des Normcore-Dinings“. Mit Normcore verwies Chang ironisch auf den neuen Hipster-Trend, der das Phänomen „Nicht mehr aus der Masse herausstechen, sondern in ihr verschwinden zu wollen“ umschreibt. So kritisierte er unter anderem das Beijing Noodle No. 9 im Caesars Palace und das Mr. Lucky’s im Hard Rock Hotel sinngemäß als Lokalitäten, die keine besonderen Speisen offerieren, aber zumindest ihren Zweck – satt zu machen – erfüllen. War das bereits ein Fingerzeig, dass Chang den Gastronomen vor Ort gerne zeigen würde, wie es besser geht?
Fakt ist, dass David Chang ein Querdenker mit hohem Anspruch ist, der gern mal Neues ausprobiert, wie einem auch in seinem New Yorker Nishi vor Augen geführt wird: Er hat sich Danny Meyer’s revolutionäres Pilotprojekt in der amerikanischen Gastronomie zum Vorbild genommen und mit seinem Nishi ein Lokal ohne Trinkgeld aus der Taufe gehoben.
Bevor David Chang sein Momofuku im Jahr 2004 eröffnet hat, perfektionierte er sein Handwerk in den Küchen von Jean-Georges Vongerichten, Daniel Boulud und Tom Colicchio. 2009 kam sein Kochbuch Momofuku heraus, seit 2011 erscheint sein Quartalsjournal Lucky Peach. Aktuell ist er stolzer Inhaber von über zwölf Restaurants weltweit. Und wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf: Er hat noch lange nicht genug.

www.momofuku.com

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