Gefängnisstrafe für Ardi Goldman

25hours-Mitbegründer Ardi Goldmann muss für knapp drei Jahre ins Gefängnis. Der Grund: Schmiergeld und Korruption.
März 1, 2018 | Fotos: ardigoldman.com

Neun Monate nach der Urteilsverkündung im Schmiergeld-Prozess rund um Ardi Goldman ist es nun sicher: Das Landesgericht München schickt den Immobilien-Unternehmer für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Dem nicht genug, wurde auch der gemeinsam mit dem Investor Jürgen Harder erzielte Gewinn von etwa 20 Millionen Euro vom Gericht eingezogen. Der Hotelkette 25hours soll jedoch kein Schaden zukommen, da Goldman seinen Anteil von 25 Prozent genau aus diesem Grund bereits verkauft habe, so der Journal Frankfurt.
Ardi Goldman im Portrait
Die kurze Zusammenfassung eines schier endlos scheinenden Prozesses: Immobilieninvestor Goldman habe einen Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens mit dem Ziel geschmiert, an Grundstücke in der CargoCity Süd zu kommen. Auf den besagten Gründen sollen Frachthallen errichtet werden. Im anschließenden Prozess bewies Goldman vor allem äußerlich Stil: Er habe den Gerichtssaal mit Hüten des US-amerikanischen Hutmachers Mad Hatter betreten, worauf ein Blitzlichtgewitter der Fotografen gefolgt haben soll, schildert der Journal Frankfurt. Nach dem Prozess fiel es Goldman schwer, von Geldinstituten Kredite für seine Projekte zu erlangen. Eines davon war die East-Garage, die er mit Ralph Haerth eröffnete.

Revision(en) abgewiesen

Schon als Goldman Revision beantragt hatte, standen die Chancen für ihn schlecht, schreibt der Journal Frankfurt. Die Revision im spektakulären Prozess um Bestechung im geschäftlichen Verkehr wurde vom Bundesgerichtshof abgewiesen, das Urteil ist rechtskräftig. Doch nicht nur Goldman, sondern auch der Angeklagte Jürgen Harder und die Staatsanwaltschaft Frankfurt beantragten Revision. Während Hader die ihm verhängte Geldstrafe lindern wollte, forderte letztere eine Verlängerung der Haftstrafe Goldmanns.
Über den Beginn der Haft und die Justizvollzugsanstalt, in der Goldman seine Haft absitzen muss, sollen Rechtspfleger bei der Staatsanwaltschaft entscheiden. Zu Ende geht eines der wahrscheinlich spektakulärsten Gerichtsverfahren der jüngeren Frankfurter Geschichte.

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