Kalifornien verbietet die Foie gras‎

Als erster US-Bundesstaat untersagt Kalifornien die Herstellung und den Verkauf von Stopfleber.
November 13, 2015

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5.7.2012 Der 1. Juli, für kalifornische Gänsestopfleber-Fans, eine kulinarische Katastrophe. Golden State Feinschmecker müssen nämlich ab sofort auf Foie gras verzichten. Einzige Möglichkeit für findige Gourmet-Restaurants die beliebte aber umstrittene Delikatesse an den sonnengebräunten Kalifornier zu bringen ist, diese zu verschenken.

Es ist der erste US-Bundesstaat, der Herstellung und Verkauf der umstrittenen Stopfleber verbietet. Die Überfütterung des Geflügels mit Hilfe in den Hals eingeführter Stopftrichter wird bereits in vielen Staaten als Tierquälerei angesehen. Frankreich jedoch zeigt sich erzürnt. Bereits 2006 wurde die Delikatesse dort nämlich per Gesetz als Kultur- und Gastronomieerbe Frankreichs unter besonderen Schutz gestellt. Nun befürchten viele Franzosen Umsatzeinbußen und einen Imageschaden.

Bereits 2004 war das Verbot in Kalifornien beschlossen worden, der damalige Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat es abgesegnet. Landwirten und Restaurants wurde also ausreichend Zeit gelassen, um sich auf den Stopfleber-Bann einzustellen oder Strategien zu einer humaneren Fütterung zu entwickeln. Das ist nicht geschehen. Nun klagen bereits die ersten Unternehmen wie das Hudson Valley Foie Gras, Association des Éleveurs de Canards et d’Oies du Québec und die Los Angeles Hot’s Restaurant Group Inc. den US-Bundesstaat Kalifornien. Restaurantbetreiber reagieren unterdessen ganz verschieden: Manche unterschreiben nach wie vor Petitionen, andere setzen sich über das Verbot hinweg und servieren trotzdem Die Gänsestopfleber.

In Österreich und Deutschland ist das Stopfen von Gänsen und Enten, wie in vielen anderen EU-Staaten auch, verboten. Doch angesichts des freien EU-Binnenmarkts werden der Import und der Verkauf von Foie gras weiter zugelassen.

Bild: Thomas Ruhl (Port Culinaire)

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