Ausgabe 158, Konzepte & Openings

On oder off?

Von und ohne Tim Mälzer? Das Konzept hinter dem „Alles kann, nichts muss“-Motto des Hamburger Off Clubs.

Fotos: Wolfgang Hummer, Frank Meyer

Kulinarisches aus dem Hamburger Off ClubEin Klub, der eigentlich ein Restaurant ist, das eigentlich eine Bar sein möchte, mit einem Chef, der nicht als solcher in Erscheinung tritt – oder zumindest glaubt, dass das gelingen könnte. Diese Schizophrenie eingebettet in einer Location, die bereits einige gastronomische Leichen in ihr Souterrain geholt hat, weitab vom Schuss der hanseatischen Kernpartyzone in Bahrenfeld. Darf man vorstellen: Das ist der neueste Hotspot Hamburgs. Der Off Club – von und ohne Tim Mälzer.

Clever eingefädelt ist das Marketingkonzept, von dem behauptet wird, dass es nicht existiere. Der Off Club ist Mälzers persönliches Wünsch-dir-Was von einem Laden, in dem er selbst gerne Gast wäre. Und der eher aus Verlegenheit als aus Verlangen in seine Hände geriet. Aber Freundschaft verpflichtet und eine durchzechte Nacht im Jahr 2013 später war es an Mälzer, aus den Räumlichkeiten des in die Binsen gegangenen Chezfou von Gastronom Milenko Gavrilovic ein wirtschaftlich rentables Projekt zu lancieren. Was ihn anfangs maßlos frustrierte, weil er nicht wusste, was genau er da auf die Beine stellen sollte. Erinnert wird an die Anfangsphase alleine durch den Namen. „Ich war so angepisst, dass ich das Ganze eigentlich Fuck Off Club nennen wollte. Dafür war ich dann aber zu sehr Schisser, und jetzt heißt es eben nur Off Club.“

 Hamburger Off ClubUnd der ist die 440 Quadratmeter große Verwirklichung der kulinarischen und optischen Villa Kunterbunt für Erwachsene in zwei Teilen und erschaffen mit einem kolportierten Investitionsvolumen von etwa 300.000 Euro...

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14.11.2015