London: Eiscreme aus Muttermilch

Im Londoner Szene-Stadtteil Covent Garden verkauft ein Café Eiscreme aus Muttermilch. 60 Pfund pro Liter gehen an die Spenderinnen.
November 13, 2015

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"Baby Gaga" nennt sich der Eis-Cocktail. Verfeinert wird das Muttermilch-Eis mit Vanille aus Madagaskar und geriebener Zitronenschale. „Schmeckt wie ganz normales Joghurteis“, meinten erste Test-Esser dazu.

Das Café bietet das Eis-Dessert aus Muttermilch zum stolzen Preis von 14 Pfund (16,4 Euro) pro Becher an. 15 Frauen meldeten sich auf eine Zeitungsanzeige hin als Spenderinnen des "Rohstoffes" Muttermilch. Bis zu 20 Prozent würde der Muttermilchanteil in der Eiscreme betragen, so Matt O’Connor, der Betreiber des Cafés. Die Milch werde nach den gleichen Kriterien wie Blutspenden überwacht.

„Wenn es gut für unsere Kinder ist, dann muss es auch gut für den Rest von uns sein“, teilte O’Connor der BBC mit. „Einige Leute werden sich mit Abscheu abwenden. Aber in Wirklichkeit ist das ein wahres Bioprodukt, absolut natürlich.“ Eine der Spenderinnen rechtfertigte das Produkt mit dem Argument, es solle junge Mütter wieder mehr zum Stillen bewegen.

„Wenn Erwachsene merken, wie gut das schmeckt, werden sie ihre Kinder vielleicht wieder öfter mit Muttermilch füttern“, so die Milchspenderin dazu. Im Übrigen werde man für die Spende auch entschädigt. 15 Pfund bekomme sie für einen Viertelliter Muttermilch. Für die 35-jährige Frau sei dies insofern auch ein „Mittel gegen die Rezession“.

Bild: Shutterstock

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