Mit Gesichtstattoo vor der Tür stehen gelassen

In den Lokalen der texanischen Kette müssen Menschen mit Gesichts- oder Nackentattoo draußen bleiben. Nach heftigen Diskussionen haben sie die Regel allerdings schon wieder revidiert.
Dezember 12, 2016 | Fotos: Shutterstock

Männer mit Gesichtstattoo

Keine Turnschuhe – ok; Sakko-Pflicht – meinetwegen; Kappen abnehmen – verständlich; aber die Restaurantkette Little Woodrow’s setzt noch einen drauf: In den Lokalen der texanischen Kette müssen Menschen mit Gesichts- oder Nackentattoo draußen bleiben. Nach heftigen Diskussionen haben sie die Regel allerdings schon wieder revidiert.

„Ich war gerade bei Little Woodrow’s und die haben mich nicht reingelassen, um mein Geld dort auszugeben, weil ich ein Tattoo im Gesicht habe“, postete Joeseff Rivera in einem Facebook-Videpost im November. Das Video verbreite sich wie ein Lauffeuer und auf die Reaktionen von Diskriminierung bis Fairness musste man nicht lange warten.

Darf ein Restaurantbetreiber sowas?

Grundsätzlich ja. Es ist einem Restaurant erlaubt, Gästen den Eintritt zu verweigern. Der Kommentar des Anwalts der Restaurantkette macht den Standpunkt deutlich – obwohl sie die Türpolitik mittlerweile aufgrund des medialen Aufsehens abgeschafft haben: „Wir verbieten niemandem, Tattoos zu haben und unsere Restaurants zu besuchen. Wir bevorzugen allerdings, dass die Gäste keine Gesichts- oder Nackentattoos haben“, meinte Philip Brinson bei CBS bevor die Regel abgeschafft wurde.
Brinson weiter: „Wir mögen es nicht, Gäste ablehnen zu müssen, aber wenn jemand, der nicht angemessen gekleidet ist, zu uns kommt, bitten wir die- oder denjenigen, ihre Kleidung etwas anzupassen oder, wie in diesem Fall bei Tattoos, sie zu verdecken.“

Nach der Abschaffung ruderte die Restaurantkette wieder etwas zurück: „Little Woodrow’s hat keine Probleme mit Tattoos, wie die Tatsache beweist, dass wir keine Beschränkungen bei Tattoos jeder Art hatten, außer in zwei unserer 16 Filialen“, heißt es darin. „In diesen Filialen haben wir Richtlinien eingeführt, die besagten, dass Gesichts- und/oder Nackentattoos nicht offen getragen werden sollten. Nach eingehender Prüfung haben wir diese Regel abgeschafft. Wir fokussieren uns weiterhin darauf, unseren Gästen eine sichere und angenehme Atmosphäre zu bieten. Als Unternehmen prüfen wir unsere Richtlinien regelmäßig und passen sie, sofern angemessen, an.“
www.littlewoodrows.com

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