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Brexit: Arbeiter aus der EU wandern aus

Neueste Umfragen zeigen, dass speziell in der britischen Lebensmittelindustrie viele Mitarbeiter aus der EU die Insel verlassen haben.

Fotos: Shutterstock

Über ein Jahr ist es nun her, dass die Briten beim EU-Mitgliedschaftsreferendum mehrheitlich für den Ausstieg aus der Europäischen Union entschieden haben. Die wirtschaftlichen Konsequenzen wagte damals noch kaum jemand einzuschätzen. 

Im März startete die Food and Drink Federation eine Umfrage, bei der 627 Unternehmen aus der britischen Lebensmittelindustrie befragt wurden. Die ersten veröffentlichten Zahlen lassen befürchten, dass die Lebensmittelpreise in den kommenden Monaten auf der britischen Insel in die Höhe schnellen könnten.

Der Grund dafür sind aber, nicht wie von vielen erwartet Probleme mit Produzenten außerhalb Britanniens oder Staats- und Verhandlungsverträge. Rund 20 Prozent aller Angestellten in der Branche kommen aus den EU-Ländern. Aus Sorge um die wirtschaftliche Situation auf der Insel, haben viele bereits das Handtuch geworfen und ihre Unternehmen verlassen. 

Erschwerend hinzu kommt, dass auch die Zuwanderung rückläufig ist und somit die Arbeitsmarktsituation in der Lebensmittelindustrie zusätzlich erschwert. Die befragten Unternehmen befürchten Schlimmstes, sollten sie künftig nicht auf dem EU-Arbeitsmarkt Mitarbeiter finden und fordern eine Lösung auf politischer Ebene. 

Erste Versuche von Premierministerin Theresa May eine Sonderregelung für EU-Bürger zu erwirken, stieß bislang in Brüssel noch auf Taube Ohren. 

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26.08.2017