News

Brian Patton macht Schluss mit Pop-Up-Konzepten

Brian Patton verabschiedet sich aus dem Pop-up Business und fokussiert sich auf (noch kommende) dauerhafte Gastronomieprojekte.

Fotos: Shane Mulhall

Gekommen um dann doch für immer zu bleiben?

It’s All About The Meat Baby, das temporäre Burger Lokal, das schon im Sommer 2013 ein Stück Donaukanal zum kulinarischen Hot Spot Wiens machte, kommt wieder - und mit ihm eine einschneidende Entscheidung: The Culinary Loveband bespielt ab nun nur mehr fixe Locations wie das Charlie P’s Pub & Dining und The Brickmakers Pub & Kitchen.

Brian Patton und Peter Zinter, gemeinsam mit ihrem Team The Culinary Love Band, verantwortlich für kulinarische Liebesgeschichten wie den Charlie P’s Dining Room, oder The Brickmakers und Liaisons wie Slow Tacos und Big Smoke, haben sich entschlossen ihren Summer Fling von 2013, It’s All About The Meat Baby, wiederzubeleben.

Nach einem intensiven Sommer, in dem das Konzept von Küche, über Bar bis hin zu allen Mitarbeitern ausgeklügelter und perfekter wurde – by doing – fiel die Trennung im Herbst besonders schwer. „Es ist, als würdest du einem Kind laufen lernen und dann auf einmal aufhören“, so Patton zum Thema Pop-up. „Gastronomie ist ein ständiges Lernen, Verbessern und Weiterentwickeln. Es werden Beziehungen aufgebaut, Gäste werden zu Stammgästen. Da fällt es schwer, den Schlussstrich zu ziehen. Deshalb konzentrieren wir uns in Zukunft auf permanente Konzepte.“

Es wären also nicht unsere beiden liebsten Gastro-Whizzkids, würden sie die gewonnene Expertise verstauben lassen, und so melden sich schon die Schmetterlinge im Magen, denn It’s All About The Meat Baby ist zurück. Und das noch ein klein wenig besser.

Abgesehen von der gesammelten Erfahrung, die nun einfließt, haben die reiselustigen Gastronomen, wie sollte es anders sein, die Pause genutzt, um sich in New York und London sehr intensiv mit der Materie zu beschäftigen (Burger schlemmen) um sich inspirieren zu lassen. Das Fazit haben sie ohnehin schon zuvor praktiziert – Qualität von Bun & Patty, hierzulande Brötchen und Fleisch, ist der Schlüssel zum richtig guten Burger. Den Demi-Brioche Bun hat Zinter gemeinsam mit Top-Patissier und Bäcker Pierre Reboul entwickelt, und sämtliche Brötchen werden mit frisch in der Steinmühle gemahlenem Mehl gefertigt, und täglich frisch geliefert.

Auch das Irish Beef von FX Buckley Butchers aus Dublin wird jeden Tag aus drei verschiedenen Teilen vom Rind frisch faschiert, aber nicht gewürzt, kein Salz kein Pfeffer, nur Meat Baby. Angeboten werden drei verschiedene Beef Burger, ein vegetarischer und ein wechselnder Special Burger – zunächst ein Fischburger aus hundertprozentigem Heilbutt. Und obwohl Zinter und Patton betonen, dass alles mit Bun und Patty steht und fällt, vernachlässigen sie das Drumherum nicht im Geringsten, weshalb selbstverständlich hausgemachtes Ketchup gereicht wird. Die Kartoffeln für die Pommes werden direkt vom Bauernhof geliefert und zu herrlichen Regular Fries, Hangover Fries (gratiniert mit Speck und Käse) und Jalapeño Cheese Fries verarbeitet. Zusätzlich wird es einen Salat und Dessert geben. Die Qualität der Lebensmittel und deren Zubereitung ist das wichtigste, und das gilt auch für die Drinks, Cocktails und Tankbier, sowie die hausgemachten Limonaden.

Soziales Engagement kommt auch hinzu

Bei It’s All About The Meat Baby wollen Patton und Zinter auch Chancen eröffnen und einigen Flüchtlingen beim Einstieg ins österreichische Leben und in den Arbeitsalltag Starthilfe geben. Für fünf Monate erwerben sie in einem weltoffenen und englischsprachigen Umfeld, durch Gastronomie-Trainings und Deutschkurse, wichtige Skills. Als vollwertiges Mitglied im Team und im Umgang mit Gästen können alle Beteiligten lernen und profitieren. Realisiert wird das in Zusammenarbeit mit Peter Praschinger, dessen Engagement bis letzten Juni zurückgeht, wo er mit einem ehrenamtlichen Team und dem Welcome Truck Sachspenden organisiert und nach Traiskirchen geliefert hat. Nun kooperiert er mit dem Projekt Welcome Work unter anderem mit Gastronomen wie Patton und Zinter, um zu zeigen wie gut ein Miteinander funktionieren kann.

Noch lange nicht genug

The Culinary Love Band verabschiedet sich zwar aus dem einmaligen Pop-up Biz, es wäre aber nicht Brian Patton mit seinem Team, wenn nicht schon neue dauerhafte Gastronomiekonzepte in der Schublade liegen würden. „Wir haben Big Smoke im Brickmakers erfolgreich dauerhaft integriert. Der nächste Streich“, verrät Patton „wird ein fixes It’s All About The Meat Baby“. Man darf gespannt sein, wann und wo es soweit ist.

www.tclb.at

18.05.2016