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Carlo Cracco von Tierschützern angezeigt

Taube schmeckt nicht jedem: Das musste TV-Koch Carlo Cracco nun am eigenen Leib erfahren. Nach einem Taubengericht im Fernsehen wurde er verklagt.

Besser die Taube in der Pfanne als auf dem Dach, muss sich der populäre italienische Fernsehkoch Carlo Cracco wohl gedacht haben, als er sein Publikum in der TV-Show Masterchef Italia mit einem delikaten Taubengericht beeindrucken wollte. Prompt klagte der Tierschuzverband AIDAA gegen Cracco.

Konkret wird dem „König“ der italienischen TV-Köche vorgeworfen, andere Bürger anzustiften, gegen die europäischen Gesetze zum Schutz von Wildtieren zu verstoßen. Der 50-Jährige ignorierte die Vorwürfe bislang.

Zur Verteidigung Craccos eilte der Präsident des venezianischen Regionalrats, Roberto Ciambetti. Ciambetti erläuterte, dass Cracco gegen kein Gesetz verstoßen, da er eine gezüchtete Taube verwendet habe. Laut europäischem Gesetz steht zwar die Tötung von Wildtauben unter Strafe, aber der Konsum von gezüchteten Tauben sei legal und werde in vielen italienischen Restaurants angeboten.

Der aus Vicenza stammende Cracco ist seit 2011 Teil von Masterchef Italia, der TV-Realityshow für angehende Köche. Der von den Medien gehypte Cracco veröffentlichte in Italien außerdem etliche Kochbuch-Bestseller.

04.03.2016