News

Das Imperium schlägt zurück

Der skurrile Rechtsstreit geht in die nächste Runde: McDonald’s verklagt die Stadt Florenz auf knapp 18 Millionen Euro Schadensersatz.

Fotos: Shutterstock

Die Angelegenheit erinnert immer mehr an David gegen Goliath: Die italienische Stadt Florenz wehrt sich nach wie vor mit Händen und Füßen gegen die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale an ihrem geschichtsträchtigen wie berühmten Domplatz. Und das seit sage und schreibe Monaten.

Einziger Unterschied zur biblischen Geschichte: die Florentiner haben keine Steinschleuder, mit der sie ihren Gegner niederringen versuchen, sondern fahren gesetzliche Geschütze auf. Und nicht zuletzt hat auch die florentinische Bevölkerung mit einer 16.000 Stimmen starken Petition ein Machtwort gegen Big Mäc, Fritten und Co. am Touristen-Hotspot der Kathedrale Santa Maria del Fiore gesprochen, um das kulturelle Erbe der Stadt zu schützen.

Demnach kann sich die Burgerkette McDonald’s warm anziehen. Doch der Fast-Food-Riese gibt sich nicht so schnell geschlagen. Neuester Clou im immer größere Ausmaße annehmenden Rechtsstreit: McDonald’s verklagt jetzt Florenz auf knapp 18 Millionen Euro Schadensersatz.

Das Unternehmen begründet seinen Schritt laut dem Gastroportal Munchies wie folgt: „Auch wir denken, dass das kulturelle und künstlerische Erbe sowie die italienischen historischen Stadtzentren geschützt werden müssen, genauso wie Traditionen und die historischen kleinen Geschäfte, aber wir können keine diskriminierenden Entscheidungen akzeptieren, die der Freiheit privater Initiativen schaden.“

Konkret bedeutet das, dass McDonald’s das europäische Wettbewerbsrecht verletzt sieht und deshalb verlangt, dass die Ablehnung rückgängig gemacht wird.

Es bleibt auf alle Fälle spannend, wer dieses Tauziehen letztendlich für sich entscheiden kann.


Siehe hierzu auch: Arrivederci, McDonald’s!

13.11.2016