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Der Trend 2018: marokkanische Küche

Essen und Rezepte aus Marokko sind der Hype des Jahres. Das zeigt die Top 100-List von Pinterest. Herzstück dieser Küche ist die Tajine.

Fotos: Shutterstock

Ahlan wa sahlan fi’l Maghreb – also herzlich willkommen in Marokko, jenem Land, dessen Küche auch in unseren Breiten scheinbar immer beliebter wird. Profis und Kenner schwören ja schon lang auf ausgesuchte Rezepte aus der Tajine – dem traditionellen Kochgefäß aus Lehm. Doch der Trend ist auch bei der breiten Masse angekommen. Alljährlich veröffentlicht Pinterest seine Top 100 aus verschiedenen Bereichen, so auch Food. Und hier zeigte sich großes Interesse an marokkanischen Rezepten und Essen unter den Usern: Marokkanisches Essen wurde 2017 um ganze 2.579 Prozent (!) häufiger auf Pinterest gepinnt als im Jahr davor.

Tajine – in Marokko unverzichtbar

In der Tajine werden Fleisch, Fisch, Gemüse oder süße Speisen wie Obst mit Gewürzen mehrere Stunden bei niedriger Hitze geschmort, wobei man die Zutaten mit langer Garzeit in die Mitte des Topfes legt und die Zutaten mit kürzerer Garzeit außen herum platziert. Klassisch wird die Tajine auf einem Holzkohlefeuer erhitzt. Das fertige Gericht wird dann auf dem Tisch angerichtet und man isst gemeinsam direkt aus dem Gefäß. Moderne Tajines aus Hartkeramik oder einer Gusseisen-Keramik-Kombination mit glatten Böden können auf Ceranfeldern, Elektro- und Gasherden genutzt werden. Außerdem ist es möglich, mit der Tajine im Ofen zu garen.

Marokkanische Küche
Marokkanische Küche
Marokkanische Küche

Das Funktionsprinzip der Tajine, die sorgfältige Auswahl der Zutaten sowie die erlesenen arabisch/afrikanischen Gewürze stecken hinter dem Geschmackserlebnis aus dem Orient. Der Dampf steigt in der Tajine nach oben, kühlt an der obersten Stelle, wo sich eine kleine Mulde mit kaltem Wasser befindet, ab, kondensiert, und läuft an den Seiten des Deckels wieder nach unten in den Topf. Weil Lehm ein sehr guter Wärmespeicher ist, wird die Hitze in der Tajine gleichmäßig verteilt. Das führt zu einer langsamen und schonenden Garung im eigenen Saft, wobei die Nährstoffe erhalten bleiben, alle Zutaten auch noch nach langer Garzeit bissfest sind und ein besonderes Aroma entsteht. Darüber hinaus werden durch diesen besonderen Mechanismus Wasser und Energie gespart.

07.03.2018