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Ein Hamburger aus Pflanzenblut

Es gibt Dinge, die kann es nicht geben. "Doch", meint Impossible Food und stellt nun einen Hamburger aus aufgesplitterten Pflanzenfasern her.

 

Kein erhobener Zeigefinger

Erfrischend was sich so tut am Markt. Vor allem wenn es um Alternativen zu Fleisch geht, denn nach den Öko-Terroristen kommen nun einfach findige Geschäftsleute, die Fleisch aus Pflanzen herstellen ohne klassisches Rindfleisch als böse zu verteufeln.

Auf der Homepage von impossiblefoods.com ist gleich zu Beginn zu lesen: "Wir lieben Fleisch. Wir lieben Käse. Für mehr als tausend Jahre waren wir aber abhängig davon diese Produkte von Tieren zu bekommen. Impossible Foods hat nun einen besseren Weg gefunden. Wir verwenden Pflanzen um das beste Fleisch und den besten Käse herzustellen, den du dir vorstellen kannst." 

Nun gut, sie werden nicht schreiben, dass ein Burger aus im Labor mirobiologisch aufgebrochenen Vitaminen, Proteinen und Fetten, vielleicht nicht unbedingt mit einer echten Kuh zu vergleichen ist. Die Einzelteile werden dann neu miteinander kombiniert um so die Textur und die Aromenstoffe denen eines echten Stück Fleisches anzugleichen – bis hin zu "Blut", das ebenso von Pflanzen stammt und im wesentlichen ein Derivat aus dem Molekül von Hämoglobin ist, das dem Blut seine Farbe gibt.  

Start-up startet durch

Die idee des jungen Unternehmens kommt nicht nur bei Veganern gut an, sondern auch bei Bill Gates, der genauso wie Horizont Ventures’ Li Ka-shing investiert. Alles in allem kann die Firma auf ein Kapital von 260 Millionen zurückgreifen. Im Netz wird zudem das Gerücht kolportiert, dass Google ein Kaufangebot für 200 bis 300 Millionen Euro gestellt hat – das aber abgelegt wurde.

Zielgruppe: Von blutig zu grün – und wie schmeckt das?

Als Zielgruppe gibt das Unternehmen "Hardcore Beef Lovers" an und möchte mit ihrem Produkt, eben dem "impossible Hamburger" noch in diesem Jahr auf den amerikanischen Markt. Als Marketingstrategie sollen die gesundheitlichen Aspekte in den Vordergrund gestellt werden wie frei von Cholesterin, Antibiotika und Hormonen" und dafür auch den umami-reichen Biss des Patties aus Pflanzen herausstreichen.

Was den Burger von sogenannten Veggie-Burgern unterscheidet? Die Erklärung des Unternehmens: "Veggie-Burger sind toll für all jene, die eine Alternative zu konventionellen Fleisch suchen - aber das ist nichts für wahre Fleischliebhaber. Was wir herstellen ist ein optischer, olfaktorischer und haptischer Nachbau - aber eben nur aus Pflanzen."

Nach jetzigem Stand der Dinge will Impossible Food nach dem Launch der Burger auch noch weitere Produkte auf den Markt bringen.

impossiblefoods.com

29.02.2016