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Familie Geisel: Beharrlichkeit zahlt sich aus

Grünes Licht: Ein Jahr lang zitterte Familie Geisel um die Genehmigung für den Neubau ihres Hotels Königshof. Jetzt gab die Stadt dafür ihr Go.

Fotos: Werner Krug

Die städtischen Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen

Ein Jahr kann lang sein, besonders wenn schon fix und fertige Architektenpläne auf dem Tisch liegen und man nur noch darauf wartet, endlich loslegen zu können. So geschehen der Hoteliersfamilie Geisel, die seit längerem den Neubau ihres 5-Sterne-Flaggschiffs Hotel Königshof am Münchner Stachus plant. Nun hat die Stadt endlich die Zusage erteilt.

Grund für die Verzögerung war eine Petition, die Münchner Denkmalschützer beim Landtag eingereicht haben. Der Neubau sieht nämlich nicht nur ein extrem modernes Erscheinungsbild vor, sondern soll auch zwölf Meter höher sein als bisher. Das stößt vor allem den Münchner Altstadtfreunden sauer auf, die damit das historische Stadtbild gefährdet sehen.

Abgeordnete des Landtagsausschusses für Wissenschaft und Kunst meinten zuletzt, dass es beim geplanten Neubau nicht nur um das Erscheinungsbild gehe, sondern vielmehr sei der Gebäudekomplex rechtlich gar nicht zulässig: die Höhenentwicklung sei zu massiv und der Neubau verstoße gegen das Abstandsflächenrecht.

Hier legte nun das Planungsreferat der Stadt ein Veto ein: Mit dem Argument, dass die Familie Geisel als Bauherren ein Recht auf eine Entscheidung haben. Außerdem bestünde die Gefahr einer Schadensersatzklage gegen die Stadt, wenn die Entscheidung nicht jetzt erfolgt.

Und natürlich habe man als Baugenehmigungsbehörde das Königshof-Projekt in jeder Hinsicht geprüft. Die Überschreitungen der Höhe und der Abständflächen seien zwar gegeben, aber im innerstädtischen Bereich sei das keine Ausnahme. Daher ist der Neubau des Königshofs zulässig.

 

 

 

 

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19.07.2016