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Grand City Hotels macht Rückzieher

Der Berliner Senat übt scharfe Kritik an den Verhandlungen mit der Hotelkette Grand City Hotels - über die Unterbringung von Asylwerbern.

Fotos: beigestellt

Rückzieher

Konkret geht es dabei um zwei kleine Hotels des Unternehmens. Wie eine Sprecherin der Hotelkette mitteilte, habe man sich entschlossen, nur mehr in Bezug auf zwei Hotels in Reinickendorf (Berlin) Verhandlungen zu führen.

Im Vorfeld hatte Grand City Hotels dem Senat über einen Vermittler, Plätze für bis zu 10.000 Asylwerbern in 22 Hotels angeboten. Pro Nacht wurde seitens des Unternehmens ein Preis von 50 Euro veranschlagt, monatlich wäre dies mit 1500 Euro pro Platz zu Buche geschlagen.

Kritik

Dem Vernehmen nach, war der Berliner Senat an einer Laufzeit über mehrere Jahre hinweg interessiert. In diesem Fall hätte sich das Gesamtvolumen auf geschätzte 600 Millionen Euro belaufen. Nachdem die Verhandlungen an die Öffentlichkeit gedrungen waren, gab es teils heftige Kritik. Diese kam unter anderem auch von der Ausländerbeauftragten der Stadt, Barbara John. Diese übte in ihrer Rede vor allem Kritik an den in den Verhandlungen genannten Preisen.

Derzeit sind in den Berliner Hotels und Hostels noch 640 Asylwerber untergebracht, so die Sozialverwaltung der Stadt. Momentan sind 37,50 Euro als Tagessatz veranschlagt, das wären monatlich rund 1100 Euro pro Platz.

 

www.gchhotelgroup.de

05.02.2016