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Gürtler: Interesse an Imperial-Gruppe

Sacher-Chefin Gürtler ist offenbar interessiert an den Ringstraßen-Hotels "Imperial" und "Bristol" und am Hotel "Goldener Hirsch" in Salzburg.



Die der "Bank Austria" nahestehende "B&C Holding" will sich von den traditionsreichen Hotels der "Imperial"-Gruppe trennen. Einen Vorvertrag hat Elisabeth Gürtler angeblich bereits unterzeichnet. Bis zu 90 Millionen Euro soll das Geschäft laut "Wirtschaftsblatt" ausmachen. Medienberichten zufolge soll Gürtler die Hotels nicht nur betreiben, sondern die Immobilien gemeinsam mit Partnern erwerben. Die "Sacher"-Chefin wollte die Verhandlung des Kaufs von Anteilen an der "Imperial"-Gruppe "weder bestätigen noch dementieren". Man sei aber an "Investments, die sich rechnen, interessiert", hieß es. Als Betreiber der Hotels auftreten zu wollen, wies "Sacher" jedoch deutlich von sich. "Wir sind keine Operating Company", so Gürtler.

Derzeit werden die Häuser der "Imperial"-Hotelgruppe von der amerikanischen "Starwood"-Gruppe betrieben – sie ist mit 47 Prozent Mindestaktionär der Gruppe. Dass die "B&C Holding" mit ausgesuchten Partnern spreche und verkaufen will, wurde vom Regionalmanager für Zentral- und Osteuropa bestätigt. Der Vertrag mit "Starwood" laufe bis 2012. Der Verkauf der "Imperial"-Gruppe sei schon länger Thema – bislang wurden die "JJW"-Gruppe des Scheichs Mohammed Al Jaber, US-Investor Richard Le Frak, Karl Wlaschek und Oleg Deripaska als potentielle Käufer gehandelt. Die "Imperial Hotels Austria AG" verbuchte 2009 mit ihren drei Häusern einen Umsatz von 30,7 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von 1,35 Millionen Euro. Der Investitionsbedarf in die Häuser wird innerhalb der Branche als sehr hoch eingeschätzt.

Bild: Werner Krug

14.11.2015