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In de Wulf schließt 2016

Ende nächsten Jahres wird Kobe Desramaults sein belgisches Sternerestaurant auflösen.

Schwerer Schlag in die Magengrube für alle Fans des belgischen Sonnyboys Kobe Desramault: Nur noch bis Dezember 2016 bleibt Zeit, das Sternerestaurant In de Wulf in Dranouter, Belgien zu besuchen. Dann macht Chefkoch und Eigentümer Desramualts die Schotten dicht. Laut eigener Aussage benötigt er die Zeit, um zu reflektieren. Denn schon im jungen Alter von 23 Jahren übernahm er das damalige, französische Bistro von seinen Eltern. Innerhalb von nur zwei Jahren erkochte er, als einer der jüngsten Chefs des Landes, dem Restaurant einen Michelin-Stern. 

Vom Ruhestand kann allerdings noch keine Rede sein, Desramaults benötigt anscheinend ganz einfach eine Pause: „Zwölf Jahre lang habe ich alles für mein Restaurant gegeben.“ Konkrete Ideen von dem, was nach der Schließung kommt, gibt es noch nicht – und die braucht es laut dem Spitzenkoch auch nicht: „Ich habe viele Ideen und Pläne im Leben, aber keine konkreten. Es muss nicht immer einen Plan geben.“ Schon diesen Mai machten sich Veränderungen bemerkbar, als das In de Wulf nicht mehr in der Liste der 50 besten Restaurants war. Desramaults war sichtlich enttäuscht, vielleicht auch deshalb die Entscheidung, neue Wege zu gehen. 

Man muss auch nach der Schließung des In de Wulf nicht ganz auf seine Kochkünste verzichten, denn seine beiden anderen Restaurants, das Bistro De Vitrine und der Sandwich Shop De Superette, die beide in Ghent zu finden sind, bleiben nach wie vor geöffnet. 

www.indewulf.be 

27.10.2015