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Intelligenz-Bestien

Eine Studie fand jetzt heraus, dass Chefköche überdurchschnittlich viel Gehirn haben.

Fotos: Melville Jacqui

Heston Blumenthal

Genauso intelligent wie Mathematiker und Musiker

Das ist doch mal eine Sensationsnachricht! Und als ob wir es nicht schon immer gewusst haben, Kochen hat einfach viel mit Grips zu tun. Mitarbeiter des Istituto di Bioimmagini e Fisiologia Molecolare in Mailand, das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehört, haben jetzt die Plastizität des Kleinhirns von Küchenchefs untersucht. Das Ergebnis: Ihre Gehirne können locker mit denen von Menschen mit scheinbar anspruchsvolleren Berufen wie Mathematikern oder Musikern mithalten.

Zur Untersuchung traten elf Chefköche aus der Region Kalabrien an, die zum italienischen Fachverband Federazione Italiana Cuochi gehören. Als Methoden kamen die Magnetresonanz- und neuropsychologische Diagnostik zum Einsatz. „Wir haben festgestellt, dass die Plastizität ihrer Gehirne überdurchschnittlich groß ausfällt", erklärt Projektleiter Antonio Cerasa. Diese Tatsache sei wichtig für die motorischen und kognitiven Fähigkeiten, die die Leitung einer großen Gruppe von Küchenpersonal erfordert. Die über längere Zeiträume angelernte Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen und sie motorisch umzusetzen, führt zu einer strukturellen Veränderung der Gehirnmasse bis hin zur spürbaren Vergrößerung. „Sie fällt umso deutlicher aus, je größer die Küchenmannschaft und die planerischen Anforderungen sind", erläutert der italienische Wissenschaftler. Bisher waren solche Erkenntnisse nur aus Beobachtungen an Mathematikern, Musikern und Schachspielern bekannt. Einzelheiten gibt es zum Nachlesen in der Fachzeitschrift Plos One.

www.ibfm.cnr.it

16.03.2017