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Jamie Oliver im Kreuzfeuer wegen Mikrowellenreis

Fettnäpfchen: Eine britische Parlamentarierin wirft Starkoch Jamie Oliver kulturelle Aneignung vor.

Die britische Parlamentarierin Dawn Butler der Labour-Partei hat den TV-Koch Jamie Oliver via Twitter beschuldigt, sich Elemente der jamaikanischen Kultur für kommerzielle Zwecke anzueignen. Spezifisch geht es dabei um das neue Mikrowellengericht "Punchy Jerk Rice" von Jamie Oliver. 

Das Wort "Jerk" steht in Jamaika für eine bestimmte Marinade aus Scotch Bonnet-Chilis, Piment, Ingwer und anderen Gewürzen gerührt wird. In dieser Form wird die Marinade meistens für Huhn und Schwein verwendet, steht aber so gut wie nie im Zusammenhang mit Reis.

Twitter-Fehde

Die Politikerin Butler, deren Eltern selbst aus Jamaika stammen, kritisiert, dass Olivers Gericht keine nicht einmal im Ansatz etwas mit dem jamaikanischen Original zu tun hat. Er habe es nur verwendet, um sein Produkt leichter verkaufen zu können:

 Oliver antwortet in einem Pressestatement, er habe in seiner Karriere schon mit Geschmäckern und Gewürzen der ganzen Welt gearbeitet und sich von verschiedenen Kulturen inspirieren lassen. Der Name Jerk Rice erkläre nur die Herkunft seiner Inspiration. 

In sozialen Medien hat der Austausch eine breite Diskussion ausgelöst. Viele Kritiker der Parlamentarierin interpretieren ihre Aussage dahingehend, dass Oliver keine Gerichte aus anderen Ländern zubereiten dürfe. Ihre Verteidiger sagen, es ginge um einen respektvollen Umgang mit fremdem kulturellen Erbe. 

www.jamieoliver.com

 

 

 

21.08.2018