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Das dreckige Geschäft mit Seegurken

Wie die japanische Mafia-Organisation Yakuza mit der Unterwasser-Delikatesse Kohle scheffelt und warum sie der Exekutive einfach davonfährt.

Fotos: Shutterstock

Seegurken gelten im Land der aufgehenden Sonne als absolute Delikatesse. Aber nicht nur auf den Inseln sind Seegurken äußerst beliebt. Rund 160 Millionen Euro erwirtschaftet Japan – legal – jährlich durch Exportgeschäfte. Ob getrocknet oder frisch speziell im asiatischen Raum verkaufen sich die Meerestiere wie warme Semmeln. 

 

Dicke Fische

Kein Wunder also, dass sich die japanische Mafiosi-Organisation Yakuza den dicken Fisch nicht entgehen lassen will und sich – weniger legal – ein riesiges Stück vom Kuchen schnappt. Mit Speedbooten "wildern" die Gangster im Meer nach den Stachelhäutern, schmuggeln sie über die Grenze und verkaufen sie schließlich illegal weiter. 

Die Japan Times berichtete vor wenigen Jahren, dass die japanischen Behörden etwa 60 Tonnen illegal gefischte Seegurken im Wert von fast 800.000 Euro sicher stellten. Seitdem sind die Versuche der japanischen Staatsgewalt der Yakuza Einhalt zu gebiet nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Mit Speedbooten cruisen die Gangster den Beamten auf offener See nämlich einfach davon. 

Bis zum Jahr 2020 will die Regierung gemeinsam mit der japanischen Fischereigesellschaft ein Zertifikat für legal gefangene Seegurken etablieren, das die Herkunft nachweisen soll. Ob das, die Yakuza abschrecken kann? Wir sind gespannt!

 

 

26.07.2017