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Kochen und Essen ohne Strom: Black Out Dinner in Berlin

Geballte Berliner Power ohne Strom: Am 27. März servieren Küchenchefs aus dem Horvath, Nobelhart & Schmutzig und anderen Spitzenrestaurants ihre Gerichte, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

Fotos: Black Out Dinner Berlin

Feuer statt Strom 

Am 27. März findet in Berlin ein gastronomischer Event statt, den es so noch nicht gegeben hat. Um 19 Uhr startet im Schlackekeller des ehemaligen Heizkraftwerkes an der Rüdersdorfer Straße 70 das sogenannte Black Out Dinner Berlin. Renommierte Küchenchefs aus Spitzenrestaurants wie dem Horvath, dem Mrs. Robinson’s, dem Herz & Niere, dem Lode & Stijn, der Berlin Cuisine oder dem Nobelhart & Schmutzig werden, anstatt wie üblich mit Strom, mit Feuer kochen. Auch die Gäste werden voll und ganz auf Strom verzichten, denn die Beleuchtung dieses einmaligen Events wird lediglich der Kerzenschein liefern. Da ist es nur konsequent, dass während des stromlosen Dinners weder Handys, noch Kameras erlaubt sein werden.

Es ist ein Signal an die Regierungen der Welt, Gesetzgeber und Politiker, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel erforderlich sind.

Aus der Presseaussendung des Black-Out-Dinner-Teams

 

Beim Black Out Dinner Berlin geht es nicht düster, sondern innovativ, genießerisch und kreativ zu. 

Was ist die Earth Hour?

Die Idee hinter dem Black Out Dinner Berlin besteht darin, die Aufmerksamkeit auf die sogenannte Earth Hour zu lenken. Bei dieser mittlerweile weltweiten Klimainitiative geht es darum, das elektrische Licht für eine ganze Stunde auszuschalten. Konkret: von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr der jeweiligen Ortszeit. „Es ist ein Signal an die Regierungen der Welt, Gesetzgeber und Politiker, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel erforderlich sind“, wie es in der Pressemitteilung von Black Out Dinner Berlin heißt.

Akustische Begleitung

Nicht nur das Kochen auf hohem Niveau, sondern auch eine entsprechende musikalische Begleitung ist ohne Strom durchaus machbar, wie das Black Out Dinner Berlin beweist. „Berlin wäre nicht Berlin, wenn wir nicht auch musikalisch etwas zu bieten hätten.“ Und wie: die Musikgröße Frank Wiedemann vom Berliner Label „Innervisions“, der unter anderem auch Teil des deutschen House-Projektes Âme ist, wird den Abend laut Presseaussendung „musikalisch kuratieren.“

Bis ins kleinste Detail 

Doch das Engagement und die Liebe zum Detail geht noch weiter. Neben der Dekoration von Marsano, einem der schönsten Blumenläden von ganz Berlin, wird das Brot vom Domberger Brot-Werk stammen und das Bier von den Kreativbauern Deutschlands. Außerdem: „Als ganz besonderes Highlight werden wir zwei Teller von der Porzellanmanufaktur Meissen für den Abend benutzen. Die Teller werden damals wie heute von Hand gefertigt und von Hand bemalt sein“, wie es in der Presseaussendung heißt. Das Black Out Dinner beweist: Genuss, Ästhetik, Kunst und klimapolitisches Engagement schließen einander nicht aus, sondern können durchaus ein innovatives und vielleicht sogar bahnbrechendes Ganzes ergeben.

Tickets kosten 305 Euro und können unter folgendem Link bestellt werden:

https://www.tixforgigs.com

21.03.2019