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Max Aichinger im Bocuse d’Or Europa-Finale

Das Kochtalent vertritt Österreich in Stockholm




Die Konkurrenz bei der Österreich-Ausscheidung für den Bocuse d’Or war hart, aber Maximilian Aichinger konnte sich am Ende gegen Ralph Kampf (Restaurant Weinzirl) und Fabio Winkelhofer (Restaurant Pfefferschiff) durchsetzen.

Der talentierte Koch, dessen Karriere ihn bereits ins Magazin in Salzburg, das Wiener Artner am Franziskanerplatz und das Schlosshotel Freisitz Roith in Gmunden geführt hat, schaltet und waltet derzeit im Landhaus zu Appesbach in St. Wolfgang. Nach seinem Sieg im Österreich-Bewerb des Bocuse d’Or zeigte er sich erfreut und doch nachdenklich: „Ich realisiere es jetzt erst langsam, es ist unglaublich! Ich freue mich wahnsinnig und es ist eine große Ehre für mich, aber ich sehe auch die Verantwortung, die ich jetzt trage!“ Dementsprechend hoch war das Niveau und perfekt angerichtet die Speisen, mit denen Aichinger gemeinsam mit seinem Commis Nikolaus Platterer am Ende überzeugen konnte. So etwa mit einem Fleischgericht, in dem er die Komponenten Kräuterferkel im Majoran-Kreuzkümmelbrotmantel, Erdäpfel-Blutflan, Karotten-Galgant-Tarte, Senfgurkenkohlrabi sowie Gefüllter Schweinefuß kombinierte.

Neben einem Fischgericht war das eine der Anforderungen im Wettbewerb: Die drei Kandidaten mussten innerhalb von fünf Stunden jeweils eine kalte Fisch- und eine warme Fleischspreise für vierzehn Personen zubereiten. Auf der Zutatenliste befanden sich unter anderem Seelachs Loins, Austern, Miesmuscheln, Schinkenkeule, Schweinefüße, Schweineblut und –darm – die gleichen Zutaten, die auch in der Europa-Ausscheidung in Stockholm zum Einsatz kommen werden.

Aichinger konnte die renommierte Fachjury, die unter anderem mit Heinz Reitbauer (Steirereck, Wien), Rudi Obauer (Hotel Restaurant Obauer, Werfen) und Thomas Dorfer (Landhaus Bacher, Mautern) besetzt war überzeugen. Rudi Obauer, Vorsitzender der Jury und Präsident von Bocuse d’Or Österreich, der den Bewerb bereits zum fünften mal ausgerichtet hat, zeigte sich begeistert von den Teilnehmern: „Die Leistungen, die wir hier gesehen haben, waren auf sehr hohem Niveau. Ich möchte allen Teilnehmern im Namen meiner Kollegen sehr herzlich gratulieren und danken. Dieser Bewerb ist ein wichtiger Neustart für die heimische Koch- und Gastronomieszene, auf dem wir alle gut aufbauen können.“ Obauer betonte außerdem, wie wichtig die Teilnahme Österreichs ist: „Der Bocuse d’Or ist der wichtigste Kochwettbewerb der Welt. Es ist uns ein sehr großes Anliegen, dass Österreich bei diesem renommierten Bewerb teilnimmt und wieder auf der gastronomischen Weltkarte aufscheint.“

Am 7. und 8. Mai darf sich Max Eichinger beim Europa-Finale in Stockholm erneut beweisen. Setzt er sich auch hier gegen 19 Mitbewerber durch und rangiert unter den besten 12, wird er im Jänner 2015 in Lyon im großen Finale stehen. Verschnaufen steht deshalb noch lange nicht auf Aichingers Plan: „Nächste Woche treffe ich mich mit Thomas Dorfer, der ich ja als Coach unterstützen wird. Darauf freue ich mich schon sehr, denn ich bin sicher, dass ich mich mit der Unterstützung von ihm und Thomas Göls optimal auf den Bewerb in Stockholm vorbereiten kann.“

www.bocusedor.com

14.11.2015