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Michelin-Stern für Straßenküche

Michelin-Tester zeichnen unscheinbares Lokal in Bangkok aus: Hier kocht eine Thailänderin seit vier Jahren quasi mitten auf der Straße.

Fotos: Shutterstock

Das Sternerestaurants nicht immer schick und glamourös sein müssen beweist die Auszeichnung der Straßenküche von Supinya Junsuta: Die 72 Jahre alte Köchin und nun Besitzerin eines Streetfood-Sternerestaurants kocht in Bankok mitten auf der Straße. Junsuta, Jay Fai genannt – so auch das Lokal, lagert die Zutaten, welche sie für die Wok-Gerichte verwendet in Styropor-Boxen und in Plastikeimer.

Dort wo jede europäische Lebensmittelinspektion rot sieht, brutzeln Meeresfrüchte und Co. im Wok. Thailändische Garküche ist nun mal anders und wahrscheinlich genau deshalb so begehrt. Nicht zuletzt schwärmen nun auch die Juroren des „Guide Michelin“ für Junsutas Küche.Michelin-Stern für Straßenküche

Plastik vs. Porzellan

Neben Supinya Junsutas Streetfood-Restaurant glänzen 16 weitere Restaurants aus dem Guide Michelin, unter anderem auch noble und hochpreisige „Sühring“, welches von zwei Deutschen geführt wird. Jay Fai ist dennoch die einzige Vertretung der Straßenküche.

Und anders als bei ihren Kollegen, sitzen Gäste des Jay Fai auf Plastikstühlen mitten am Gehweg. Auch die Arbeitskleidung unterscheidet die 72-Jährige von anderen Sterneköchen: Mit Skibrille schützt sich Junsuta vor Öl und Chili. Über ihren Erfolg sagt die Köchin, es seien wohl die hervorragenden Zutaten und nicht ihr Können, das die Gäste anlockt, die schon mal drei Stunden auf Essbares warten, so das Handelsblatt. Egal, denn laut Stammgästen wird nirgendwo anders in Bangkok so gutes Meeresfrüchtecurry gekocht.

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13.12.2017